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Die Olympischen Spiele haben ihren ersten Dopingfall

SHORT TRACK-OLY-2018-PYEONGCHANG
APA/AFP/MLADEN ANTONOV
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Der Japaner Kei Saito hat offenbar den ersten positiven Dopingtest bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang abgeliefert. Er beteuert seine Unschuld.

Wie die Ad-hoc-Kommission des Internationalen Sportgerichtshofes (CAS) in Pyeongchang am Dienstag bekanntgab, wurde der 21-jährige Japaner Kei Saito (Short Track), Dritter der Junioren-WM 2013, bei einer Kontrolle außerhalb der Wettkämpfe positiv auf Acetazolamid getestet. Das Diuretikum wird zur Verschleierung von verbotenen Substanzen verwendet.

Saito wurde provisorisch für alle Wettkämpfe gesperrt und aufgefordert, auf freiwilliger Basis das Olympische Dorf zu verlassen. Er akzeptierte diese Entscheidungen, wie das CAS mitteilte. Wettkampfergebnisse in Gangneung sind nicht betroffen, da Saito noch nicht im Einsatz war. Über eine Sanktion will der CAS bis zum Ende der Winterspiele entscheiden. 

In einer Stellungnahme, die bei einer Pressekonferenz von Japans Team verlesen wurde, bestritt Saito Doping. "Dieses Ergebnis geht über meine Vorstellungskraft hinaus", sagte Saito. Er will sich nun gegen die Suspendierung wehren und seine Unschuld beweisen. Der Shorttracker hat nach eigenen Angaben Seminare von Japans Anti-Doping-Agentur besucht und achtet darauf, was er isst und trinkt. Er beteuerte: "Wenn etwas anderes in meinen Körper gelangt sein sollte, war das überhaupt nicht meine Absicht."

Rückendeckung vom Coach

Japans Shorttrack-Nationaltrainer Tsotomu Kawasaki bescheinigte Saito, sich gut über die Anti-Doping-Regeln informiert zu haben. Teamchef Yasuo Saito zeigte sich ebenfalls sehr überrascht und erklärte, Kei Saito habe die Information überaus schweren Herzens aufgenommen. Es habe seit einem Trainingslager im Jänner mit einer negativen Dopingprobe keine Gelegenheit für ihn gegeben, sich selbstständig die verbotene Substanz zu beschaffen, die in Japan zudem rezeptpflichtig sei.

Der CAS öffnete für die Zeit der Olympischen Winterspiele zwei Büros in Yongpyong/Pyeongchang. Dort will die Ad-hoc-Abteilung des CAS alle Rechtsstreitigkeiten, die während der Spiele entstehen, behandeln und rasche Entscheidungen bei positiven Dopingfällen treffen.

(APA)