Sofia drängt auf Schengen-Teilnahme

Borissow fordert bei Migration Pragmatismus.
Borissow fordert bei Migration Pragmatismus. (c) APA/AFP/ADRIAN DENNIS (ADRIAN DENNIS)
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Regierungschef Borissow erinnert an Mithilfe seines Landes bei der Flüchtlingskrise und warnt vor Einfluss anderer Großmächte.

„Unser Grenzzaun ist besser als der Zaun von Viktor Orbán.“ So lautet eines der vielen Argumente, die Boiko Borissow in Stellung bringt, um seine europäischen Partner davon zu überzeugen, Bulgarien endlich in die Schengen-Zone zu lassen. Am gestrigen Donnerstag schlüpfte der bulgarische Ministerpräsident in die Rolle des Gastgebers, um die Außenminister der EU bei ihrem informellen Treffen in Sofia zu begrüßen.

Dass Reisende bei ihrer Ankunft am Flughafen der bulgarischen Hauptstadt nach wie vor ihre Pässe vorweisen müssen, liegt nicht an der Nichterfüllung der technischen Kriterien – denn die EU-Kommission stellt den Schengen-Outsidern Bulgarien und Rumänien seit geraumer Zeit ein positives Zeugnis aus –, sondern an der turbulenten Lage an der südöstlichen Flanke der EU. Anders ausgedrückt: Nicht die Qualität des bulgarischen Zauns ist das Problem, sondern die Politik – denn in der benachbarten Türkei harren nach wie vor mehrere Millionen Flüchtlinge aus Syrien aus.

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