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Metro: „Kein Insiderhandel“

Hätte Metro-Chef Olaf Koch die Aufspaltung früher bekannt geben müssen?
Hätte Metro-Chef Olaf Koch die Aufspaltung früher bekannt geben müssen?imago/Sepp Spiegl
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Man habe sich bei der Aufspaltung von Metro gesetzeskonform verhalten, so Aufsichtsrat und Vorstand des Konzerns vor Aktionären.

Düsseldorf. Trotz der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Insiderhandels und Marktmanipulation sehen Vorstand und Aufsichtsrat von Metro kein Fehlverhalten. Der Verdacht der Ermittler, der Kapitalmarkt sei zu spät über die Pläne zur Aufspaltung des alten Metro-Konzerns in einen Lebensmittel- und einen Elektronikhändler um Media-Saturn informiert worden, treffe nicht zu, sagte Aufsichtsratschef Jürgen Steinemann auf der Metro-Hauptversammlung am Freitag.

Metro-Chef Olaf Koch zeigte sich überzeugt, dass das Ermittlungsverfahren zeigen werde, dass Metro sich bei der Aufspaltung gesetzeskonform verhalten habe. Für Jella Benner-Heinacher von der Aktionärsvereinigung DSW sind die Vorwürfe „schwerwiegend und sicherlich kein Pappenstiel“. Aus ihrer Sicht müsse aber die Unschuldsvermutung gelten.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf geht dem Verdacht des Insiderhandels und der Marktmanipulation im Zusammenhang mit der Metro-Aufspaltung nach. Die Vorwürfe der Marktmanipulation richten sich gegen den alten fünfköpfigen Metro-Vorstand um Metro-Chef Koch. Metro spaltete sich im vergangenen Jahr in einen Lebensmittelhändler und die Holding Ceconomy um den Elektronikhändler Media-Saturn auf. Im Jahr 2016 wurden die Pläne bekannt.

 

Aufsichtsratschef kaufte Aktien

Ermittlungen richten sich auch gegen Aufsichtsratschef Steinemann. Es geht um Aktienkäufe, die Steinemann tätigte, kurz bevor der Konzern Ende März 2016 seine Aufteilungspläne publik machte. Die Aktie der damaligen Metro AG legte am Tag der Ankündigung in der Spitze um 15 Prozent zu. Steinemann hatte einer Pflichtmitteilung zufolge am 22. Februar 2016 für gut eine Million Euro 43.000 Aktien der damaligen Metro AG gekauft. Steinemann wies auch den Vorwurf des Insiderhandels zurück.

Mit Blick auf den Verdacht der Marktmanipulation hatte die Anklagebehörde erklärt, es bestünden Anhaltspunkte, dass die am 30. März 2016 veröffentlichte Ad-hoc-Mitteilung von Metro zur geplanten Aufteilung zu einem früheren Zeitpunkt hätte erfolgen müssen. Koch sagte, die Ermittlungen hätten Metro überrascht. Denn man habe sich intensiv mit der Frage, wann die Pläne öffentlich gemacht werden müssten, beschäftigt und sich getreu der Gesetze verhalten. (Reuters)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.02.2018)