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Generationswechsel im ORF-Stiftungsrat: Franz Küberl räumt seinen Platz

Clemens Fabry
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Der langjährige Kirchenvertreter im ORF verlässt den Stiftungsrat: Medienminister Blümel wünscht sich einen Generationswechsel - und sichert ÖVP und FPÖ damit die Zweidrittelmehrheit im ORF.

Nach genau zwanzig Jahren als Kirchenvertreter in den ORF-Gremien wird Franz Küberl, der ehemalige Caritas-Präsident, im März seinen Platz im Stiftungsrat räumen. Hintergrund ist eine Übereinkunft des Medienministers Gernot Blümel mit Kardinal Christoph Schönborn, dass ein Generationswechsel kommen soll. Nachfolgen soll ihm Alfred Trendl (Jahrgang 1961), der Präsident des Katholischen Familienverbands Österreich, der bisher im Publikumsrat die Katholische Kirche vertrat.

Küberl kam 2014 auf einem Regierungsticket in den Stiftungsrat – nach einer Änderung des ORF-Gesetzes, wonach der Bereich Religion nicht mehr automatisch im Gremium vertreten war. Er betonte stets, keiner Partei verpflichtet zu sein und galt tatsächlich stets als Unabhängiger. Vor seiner Entsendung in den Stiftungrat saß er im Publikumsrat, seinen Platz dort nahm Trendl 2014 ein. Mit Trendl, der der ÖVP zuzuordnen ist, sichert sich diese gemeinsam mit der FPÖ nun die Zweidrittelmehrheit im Stiftungsrat (24 von 35 Mandaten), die bereits abzusehen war. 

„Ich gehe ohne Gram“, sagt Küberl zur „Presse“. „Es waren 20 schöne Jahre. Meine erste große Liebe war immer die Caritas, die zweite der ORF.“

Es ist zu erwarten, dass alle Parteien diese Woche die noch offenen Stiftungsräte nominieren werden.

(Red./awa)