Volksoper

Einen Opernball kann man auch ruinieren

Kühle Atmosphäre in der Volksoper, die auch als Handlungsschauplatz für diesen „Opernball“ dient. Nach dem Schlussvorhang leerte sie sich schnell.
Kühle Atmosphäre in der Volksoper, die auch als Handlungsschauplatz für diesen „Opernball“ dient. Nach dem Schlussvorhang leerte sie sich schnell.(c) Barbara Pálffy/Volksoper Wien
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Regisseur Axel Köhler verlegt Richard Heubergers spritziges Hauptwerk aus dem Paris der Belle Époque ins Wien der Gegenwart und treibt dem Werk, das als Kleinod des Genres gilt, damit jeglichen Charme aus.

Operettenhandlungen in die Gegenwart zu holen ist vielleicht nicht grundsätzlich verwerflich, bei der jüngsten Volksopern-Premiere fragt man sich jedoch einerseits, wo die Grenzen sind, und andererseits, inwiefern die Modernisierung dem Stück dient. Die ursprünglich in Paris angesiedelte Handlung von Victor Léon und Heinrich von Waldberg über zwei Damen, die die Treue ihrer Ehemänner auf die Probe stellen wollen, wird von Regisseur Axel Köhler in das Wien von heute verlegt.

Er tut das konsequent, was man ihm zugute halten kann. Der Provinzler, der auf eine Wiener Bekanntschaft aus ist, bekommt da von seinem neureichen Freund, den er im sterilen Loft nahe dem Riesenrad besucht, den Tipp, sich selbst ein E-Mail zu schreiben, um für ein paar Stunden zwecks Stelldichein der Ehefrau zu entkommen.

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