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Beamte: Nur jede dritte Stelle soll nachbesetzt werden

Bei den Lehrern, in der Exekutive und beim Heer wird es mehr Stellen geben.

Wien. Der Personalabbau im öffentlichen Dienst wird weitergehen. Nur jede zweite oder dritte frei werdende Stelle soll, wie Vizekanzler und Beamtenminister Heinz-Christian Strache (FPÖ) erklärt, nachbesetzt werden. Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) hält das für unmöglich. Schon jetzt müssten Hunderte Leiharbeiter beschäftigt werden. Strache sieht das anders: Bei Personaleinsparungen sei – auch mit Blick auf die Digitalisierung – „noch einiges möglich“.

Offen ist jedoch, wie viele Beamte weniger als die zuletzt rund 132.000 Bediensteten möglich sind. Die Effizienzmöglichkeiten sollen nun analysiert werden. Klar ist, dass nicht nach dem „Rasenmäherprinzip“ vorgegangen werde. In manchen Bereichen werde es wegen der „überalterten Strukturen“ neue Anstellungen brauchen. In den nächsten 13 Jahren wird fast die Hälfte der Mitarbeiter im Bundesdienst in den Ruhestand treten. Definitiv keine Kürzungen gibt es in den Bereichen Bildung und Sicherheit. Bei Lehrern, in der Exekutive und im Bundesheer werde es mehr Planstellen geben.

Schon derzeit gibt es seit 2012 einen teilweisen Aufnahmestopp, in dem nur jede zweite frei werdende Stelle nachbesetzt wird. Durch zahlreiche Ausnahmen – neben Bildung und Sicherheit auch Justiz, Arbeitsinspektionen und operative Finanzverwaltung – ist die Zahl der Bundesbediensteten zuletzt nicht mehr weiter gesunken. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.02.2018)