Mit 25 schon fester Teil der Redaktion

Elisabeth Postl, Innenpolitik-Redakteurin und Absolventin der "Presse"-Lehrredaktion
Elisabeth Postl, Innenpolitik-Redakteurin und Absolventin der "Presse"-Lehrredaktion„Die Presse“/Carolina Frank
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Die Lehrredaktion der „Presse“ bietet auch 2018 wieder acht Nachwuchskräften die Möglichkeit, ihrer Medienkarriere besondere Qualität zu verleihen. Wir stellen in einer Serie „Presse“-Redakteure vor, die sich auch dank der Traditionsausbildung ihren Berufswunsch erfüllen konnten. Teil 2: Elisabeth Postl.

Während FPÖ-Anhänger Heinz Christian Strache in der Rieder Jahnhalle applaudieren, zwischen Heringsschmaus und einem kräftigen Schluck Pils, macht „Presse“-Redakteurin Elisabeth Postl Notizen. Sie berichtet vom politischen Aschermittwoch der freiheitlichen Partei, schreibt eine Reportage über die Veranstaltung, bei der der Vizekanzler verbal austeilt, diesmal gegen die „Zwangsgebühren“ des ORF. Kühl und pointiert seziert sie später das Geschehen, ganz routiniert, wie jemand, der schon viele Jahre dabei ist im Mediengeschäft.

Das stimmt auch: Denn die gebürtige Oberösterreicherin hat Einiges an Erfahrung und Wissen gesammelt: Studium für Journalismus und Medienmanagement an der FH Wien, Praktika und freie Mitarbeit bei Profil, ORF, Kurier, bei ZDF-Talker Markus Lanz in Hamburg. Anschließend, 2014 ging es in die Lehrredaktion der „Presse“. Jetzt ist sie Innenpolitikredakteurin. Mit gerade 25 Jahren.

Großer Enthusiasmus

Erfolgsgeschichten und Tipps

Wir stellen in einer Serie "Presse"-Redakteure vor, die sich auch dank der Traditionsausbildung ihren Berufswunsch erfüllen konnten.

Teil 1: Stefan Schöffl

Teil 2: Elisabeth Postl

Teil 3: Thomas Prior

Teil 4: Marlies Kastenhofer

Teil 5: Florian Asamer

>>> Mehr zur "Presse"-Lehrredaktion

Es gehört schon Ambition dazu, wenn man so jung so weit kommen will. Und das geht wohl auch nur dann, wenn man schon früh weiß, was man will. Mit 13 schreibt sie erste Artikel für Schülerzeitungen, beteiligt sich später an internationalen Projekten, setzt sich dabei unter anderem mit jungen deutschen, polnischen und tschechischen Kollegen kritisch mit der NS-Zeit auseinander. Sie betont: „Für mich war immer klar, dass ich in den Journalismus möchte.“ Nachsatz: „Wenn du es willst, hast du immer eine Chance.“

Lehrredaktion als Sprungbrett

Gefragt, wie sich das damals so ergeben hat mit der Lehrredaktion der „Presse“, lässt die Antwort nicht lange auf sich warten. Eine Anekdote, besser gesagt: Zwischen Umzugskartons, spätabends, zwei Minuten vor Fristende habe sie die Bewerbung losgeschickt. Es war der Startschuss zu ihrer „Presse“-Laufbahn: mit vielen Einblicken in die journalistischem Praxis und in die tägliche Arbeit der Ressorts. Und mit vielen Redakteuren, die sie später als „großartige Kollegen“ schätzen lernen durfte. Postl: „Nach der Ausbildung habe ich drei Monate frei gearbeitet, dann kam ein Anruf, ob ich mir eine Anstellung in der Spezialredaktion der „Presse“ vorstellen könne.“ Es konnte losgehen: Erst mit Immo- und Architekturthemen, dann im Schaufenster, analog und digital.

Jetzt die Politik im Fokus

Heute sei sie in der glücklichen Position, alles dokumentieren zu können, was sich auf der Polit-Bühne tue, in der ersten Reihe fußfrei sozusagen. „Zusätzlich ist es schön, im Bereich der digitalen Berichterstattung Geschichten neu und unterschiedlich aufzubereiten, mit Fotos und Videos zu experimentieren und neue Spielarten für das klassische Geschichtenerzählen zu finden.“  Neben dem Handwerk ist es auch das Team der „Presse“, das für Elisabeth Postl ihre Arbeit außergewöhnlich macht.

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