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Gekrümmte Füße: Viele Kinder drückt der Schuh

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(c) GEPA pictures (Gepa Pictures/ Marie Rambauske)
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Drei Viertel von 858 Drei- bis Sechsjährigen haben eine Schiefstellung der großen Zehen. Schuld sind zu kleine, falsch beschriftete Schuhe.

Ein Forscherteam der Medizinischen Universität Wien hat bei 858 Drei- bis Sechsjährigen das Schuhwerk untersucht und festgestellt, dass 69 Prozent zu kurze Straßenschuhe trugen und 89 Prozent zu kleine Patschen. Die Studie wurde im Fachjournal "BMC Musculoskeletal Disorders" veröffentlicht.

Bis zu 19 Grad gekrümmte Zehen

In einem zweiten Schritt untersuchten die Wissenschafter die Füße der Buben und Mädchen im Kindergartenalter. 76 Prozent wiesen Abweichungen der großen Zehen auf, 14 Prozent waren sogar um zehn Grad oder mehr gekrümmt. Als Spitzenwert wurden 19 Grad festgestellt.

Schuhe sind falsch beschriftet

Die statistischen Berechnungen ergaben: Je kürzer die Schuhe, desto gravierender die Schiefstellung der großen Zehe, der Hallux valgus. "Kinder spüren nicht, ob Schuhe zu kurz sind und zwängen sich brav hinein. Jetzt wissen wir, dass das schädlich ist", erklärte Studienautor Christian Klein am Donnerstag, den 4. Februar, in einer Aussendung. Die meisten Schuhgrößen seien falsch angegeben, so der Orthopäde.

Man sollte die Innenlängen messen

Kinderfüße brauchen zwölf bis 17 Millimeter Spielraum im Schuh. Das Forscherteam rät Eltern und dem Schuhhandel, die Füße und die Innenlänge der Schuhe zu messen. So kann sichergestellt werden, dass die Schuhe passen.

(APA)