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Chefsache – ein Irrtum

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Sprechblase Nr. 227. Warum „bossen“ nur bedingt gut ankommt.

Bossing ist ja mittlerweile ein bekanntes – wenngleich sehr unangenehmes – Phänomen: Mitarbeiter werden schikaniert, drangsaliert, benachteiligt und ausgegrenzt. Doch nicht wie beim Mobbing von sogenannten Kollegen, sondern eben von der Führungskraft.

Nicht so bekannt ist das – Achtung Sprechblase – „Bossen“. Dieses Verhalten können sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter an den Tag legen. Erstere tun es, indem sie den Chef heraushängen lassen, Letztere, indem sie sich penetrant wichtig machen. Mitarbeiter und Kollegen, die damit konfrontiert sind, reagieren daher mit einem „Bitte bosse nicht so herum“ souverän und angemessen.

Übrigens: Bossen ist nicht mit dem französischen Verb „bosser“ zu verwechseln. Das bedeutet arbeiten oder schuften. Und dass sie das täten, kann man jenen, die bossen, in aller Regel wirklich nicht unterstellen.

 

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

Die gesammelten Kolumnen finden Sie hier.


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