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Vom Duft der Späne

Der elektronische Tischler: Simon Hohensinn ist bei der Herstellung von Naturholzmöbeln verantwortlich für die Bearbeitungsautomaten. – Aus der Serie „Digitales Leben“.

Simon Hohensinn weiß schon, warum er die Firmenbesichtigung beim Wareneingang beginnt. Es geht nicht nur um den logischenAnfang der Produktionslinie. Daran,was hier in hohen Regalen lehnt, wird schnell klar, was sein Unternehmen, Team 7, ausmacht: „Hier sehen Sie keine Spanplatten. Wir arbeiten nur mit Naturholz, acht Sorten aus europäischen Wäldern.“ Das ist etwa Buche oder Eiche, Erle oder Kirsche, exotische Tropenhölzer bleiben tabu.

Am anderen Ende der Halle im oberösterreichischen Ried im Innkreis stehen die fertigen Möbelstücke: Küchen und Wohnzimmerschränke, Schlaf- und Kinderzimmer. „Wir liefern pro Monat ungefähr 1000 Möbelstücke, das sind mehr als 40.000 Einzelteile.“ Und diese unterscheiden sich noch voneinander. Denn alles wird hier auf Auftrag und nach Maß gefertigt, es gibt keine Serienproduktion auf Lager. Die Folge: Die möglichen und auch verwirklichten Varianten gehen in die Millionen. Damit diese Vielfalt nicht in exorbitante Preise ausufert, ist eine straffe Organisation des 750-Mitarbeiter-Betriebs notwendig. CEO und Alleineigentümer Georg Emprechtinger: „Wennman unsere Branche anschaut, dann gibt es zwei Extreme: auf der einen Seite den Tischler mit seinen Einzellösungen – und auf der anderen Seite die Möbelindustrie mit ihren genormten Serien. Wir sind genaudazwischen.“