Wie Peter Kaiser sich selbst das Leben schwer macht

Die SPÖ schließe keinen Koalitionspartner aus, meint Peter Kaiser.APA/GEORG HOCHMUTH

Morgenglosse In Kärnten beginnt nun die schwierige Suche nach einem Koalitionspartner - das hätte so nicht sein müssen.

Peter Kaiser hätte es so einfach haben können. Stellen wir uns kurz vor, die alte Verfassung wäre noch in Kraft. Dann gäbe es in Kärnten eine Proporzregierung, in der vier SPÖ-Vertreter zweien der Freiheitlichen Partei und einem ÖVPler gegenübersitzen. Die SPÖ hätte also eine absolute Mehrheit in der Regierung, was in den Bundesländern viel wichtiger ist, als eine Landtagsmehrheit.

"Hätti wari" gilt auch in der Politik nicht. Peter Kaiser selbst war die treibende Kraft, als es darum ging, die Proporzverfassung abzuschaffen. Nun muss er die Folgen tragen und sich auf die schwierige Suche nach einem Koalitionspartner machen. Er hat zwar die freie Wahl unter drei Partnern, aber zu einfach wird es ihm keiner von ihnen machen. Verständlich: Wer will schon die Rolle eines billigen Mehrheitsbeschaffers spielen?

Letztlich ist aber damit zu rechnen, dass die SPÖ eine Regierung zustande bringen wird. Zwar würden ÖVP und FPÖ liebend gerne wie im Bund zusammenarbeiten. Aber dafür müssten sie nicht nur den früheren Sozialdemokraten Gerhard Köfer mit ins Boot holen, sondern auch noch den klaren Wahlsieger SPÖ ausbooten. Und das lässt sich nur schwer argumentieren. Nicht alles, was rechnerisch möglich ist, lässt sich auch politisch umsetzen.