Wählerströme: SPÖ überzeugte die meisten Nichtwähler

Am Weg zum Wahllokal in Kärnten
Am Weg zum Wahllokal in KärntenAPA/BARBARA GINDL

32 Prozent der ehemaligen Grün-Wähler wechselten zur SPÖ, die FPÖ erhielt die meisten Zugewinne aus dem Lager des ehemaligen Team Stronach.

Die SPÖ hat bei der Kärntner Landtagswahl am Sonntag ihre Stammwähler am besten mobilisieren können. Acht von zehn der Rot-Wähler aus dem Jahr 2013 machten ihr Kreuz erneut bei der Landeshauptmann-Partei. Darüber hinaus konnte die Partei mit 17.000 Stimmen am meisten von den Nichtwählern dazugewinnen, geht aus der Wählerstromanalyse des SORA-Instituts für den ORF hervor.

Starke Wählerwechsel gab es außerdem von den Grünen hin zur SPÖ: 32 Prozent der ehemaligen Grün-Wähler wechselten ins Lager von Landeshauptmann Peter Kaiser, das entspricht rund 13.000 Stimmen.

Die Grünen verloren aber nicht nur diese 13.000 Wähler an die SPÖ, sondern weitere 14.000 ans Nichtwähler-Lager. Ausgesprochen gering war die Behaltequote mit nur 19 Prozent: Nur 7.000 Wähler entschieden sich auch heuer erneut für die Öko-Partei.

Ex-Team-Stronach-Wähler wurden "blau"

Ebenso wie die SPÖ konnte auch die FPÖ stark auf ihre bisherige Wählerschaft bauen: Von den ehemaligen freiheitlichen Wählern (die Partei kandidierte 2013 noch unter der Bezeichnung FPK) entschieden sich 73 Prozent bzw. 40.000 Wähler erneut für ein Kreuz bei Blau.

Die Zugewinne erzielte die Partei von Landesparteichef Gernot Darmann vor allem aus dem Lager des ehemaligen Team Stronach (11.000 Stimmen bzw. 31 Prozent der Ex-Team Stronach-Wähler) sowie von Wählern des BZÖ. Von diesen entschieden sich 32 Prozent (bzw. 7.000 Wähler) für die FPÖ. Ebenso stark war der Abgang von BZÖ-Wählern ins Nichtwähler-Lager.

Die ÖVP konnte 65 Prozent ihrer bisherigen Wählerschaft erneut überzeugen. Die stärksten Zugewinne für die Volkspartei mit rund 4000 Stimmen kamen von der SPÖ, sowie jeweils rund 3000 von FPK, Team Stronach und BZÖ.

Das Team Kärnten von Landesrat Gerhard Köfer konnte mit rund 12.000 nur jede dritte Stimme des ehemaligen Team Stronach für sich gewinnen.

(APA)