"Don't Smoke": Initiatoren distanzieren sich von Drohbriefen an Wirte

A customer smokes a cigarette in a cafe in Vienna
Ein Raucher wird in einem Wiener Kaffeehaus bedient (Symboldbild)(c) REUTERS (Herwig Prammer)

Ärztekammer und Krebshilfe verurteilen die Briefe, die von einer unbekannten Gruppe an Gastronomen verschickt wurden.

Selbsternannte "Unterstützer der Initiative 'Don't Smoke'" versenden derzeit Drohbriefe an Gastronomen. Sie wollen "sämtliche Gesetzesverstöße ab Mai 2018 zur Anzeige bringen", "notfalls auch wiederholend". Die Wiener Ärztekammer und die Österreichische Krebshilfe distanzieren sich in einer Aussendung von den Schreiben. Der Inhalt habe nichts mit dem "positiven Geist des Volksbegehrens" zu tun.

Die unbekannte Gruppe schreibt Gastronomen an, die laut Absender gegen den bestehenden Nichtraucherschutz verstoßen würden. Die Lokalbetreiber werden aufgefordert, dies zu korrigieren, ansonsten werde man die Verstöße anzeigen. Der Brief schließt mit der Aufforderung, das Lokal mit 1. Mai 2018 rauchfrei zu führen.

"Das Schreiben entspricht in keinster Weise unseren Intentionen", verurteilen Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres und der Präsident der Österreichischen Krebshilfe, Paul Sevelda, den vermeintlichen Unterstützungsbrief: "Wir wollen mit unserem Volksbegehren die Menschen zu einem Umdenken bewegen." Das schließe persönliche Drohungen "von vornherein aus".