Dyson Cyclone V10: Das saugende Lichtschwert für Monks

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Bis 2020 die ersten Dyson-Autos auf den Straßen rollen, besinnt sich Dyson auf seine eigentliche Hauptprofession; die Staubsauger. Und nach dem Beutel geht es jetzt dem Kabel an den Kragen.

Der erste kabellose Staubsauger von Dyson ist bereits ein paar Jahre alt. Es ist Zeit für eine Weiterentwicklung. Die hat Dyson gleichzeitig in New York und Paris vorgestellt. Den Dyson Cyclone V10, der erste kabellose Staubsauger, dem 60 Minuten lang nicht die Puste ausgeht. Jake Dyson, Sohn des Firmengründers James Dyson, wurde die Rolle des Präsentators bei der europäischen Produktvorstellung zu Teil.

Für die Präsentation greift der Jake Dyson sogar selbst zum Staubsauger.(c) Diepresse.com/Barbara Grech

Zum 25-jährigen Firmenjubiläum, das nicht offiziell begangen wird, gibt es für Dyson einen neuen Meilenstein zu feiern. Das Unternehmen will nach der erfolgreichen Etablierung beutelloser Staubsauger, nun auch endlich dem Kabelsalat ein Ende bereiten. Anstecken, ausstecken, umstecken. Mit dem Kabel schon am Anschlag und die rote Markierung, die das Ende bedrohlich ankündigt längst überschritten, versucht man trotzdem jeden besseren Wissens noch ein paar Zentimeter herauszuschlagen.

Vom Prototypen zum fertigen Produkt.(c) Diepresse.com/Barbara Grech

Bei Dysons V10 Modell soll das jetzt alles vorbei sein. Das Gerät muss nur aus der Ladestation entnommen werden und schon kann der "Spaß" beginnen. Der Vorteil ist, dass der Staubsauger wirklich leicht ist und man mit dem richtigen Aufsatz auch wirklich an der Decke, der Lüftung oder zwischen den Rollo-Lamellen für staubfreie Zonen sorgen kann. Hausstaub-Allergiker dürfen sich freuen, denn das überarbeitete Filtersystem soll jetzt 99,97 Prozent der Allergene bis zu 0,3 Mikron auffangen. Denn an der Saugleistung gibt es auch an diesem neuen "smarten" Staubsauger auf den ersten Blick nichts auszusetzen.

Smarter Helfer mit Bodenhaftung

Wie auch schon am Mobile World Congress von hunderten Herstellern mannigfach betont, darf kein Gerät mehr einfach nur dumm sein. Bei Dyson sieht die smarte Weiterentwicklung so aus, dass der integrierte, überarbeitete Motor jetzt feststellen kann, in welcher Höhe er sich befindet, wie hoch Luftdruck, Temperatur und wie hoch der Höhenunterschied zwischen Tisch und Boden ist. Diese Erkenntnisse sollen dazu führen, dass der Motor sich an die Gegebenheiten anpasst und bei unterschiedlichem Luftdruck der Dyson-Sauger trotzdem eine konstante Leistung liefert.

Ausschlaggebend für diese Anpassungen sollen Vorfälle mit dem Dyson-Handtrockner gewesen sein. Zum Beispiel funktionierten die in ein paar Tausend Metern Höhe nicht mehr so gut, wie im Flachland. Der Luftdruck hatte massive Auswirkungen auf die Geräte.

Wie bei Smartphones auch bei Staubsaugern

Im Gegensatz zum Vorgänger wurde das Design des V10 angepasst. Es wirkt ein bisschen wie ein überdimensioniertes Lichtschwert, das sich dem Kampf gegen den Staub verschrieben hat. Beim V10 sitzen die Zyklon-Kartuschen und der Staubsammelbehälter in einer Linie mit dem Saugrohr – durch den nun linearen Luftstrom und dank des neuen, leichteren V10-Digitalmotor soll sich die Saugkraft laut Dyson im Vergleich zum Vorgängermodell um 20 Prozent erhöhen. Die Drehgeschwindigkeit der Zyklone liegt bei bis zu 200 Kilometer pro Stunde.

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Im Vergleich zum V8, der nach knapp 30 Minuten schlapp machte und an den Strom musste, soll der Dyson jetzt 60 Minuten durchhalten. Aber nur, wenn man ihn auf niedrigster Stufe durch die Wohnung scheucht. In der ersten Begutachtung ist auch die erste Stufe durchaus ausreichend für eine normal verschmutzte, hauptsächlich staubige Wohnung. Bei wirklich viel Dreck braucht man ein sehr kleines Zuhause, oder viel Geduld. Denn laut Dyson-Ingenieur hält der Akku auf der dritten und somit höchsten Stufe nur sieben Minuten. Und dann muss der Dyson für mehr als drei Stunden an den Strom.

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Der Dyson-Ingenieur meinte aber auf Nachfrage, wie sich das ausgehen solle, dass diese Stufe sowieso nur für ganz schlimme Dreckansammlungen gedacht ist, für ein Auto im Winter zum Beispiel. Aber auch das wird schwierig in sieben Minuten zu schaffen. Um nicht ständig die Uhr im Blick zu haben, bietet das smarte Kerlchen jetzt auch eine LED-Anzeige, um den Akkustand anzuzeigen. Außerdem wird man darüber informiert, wenn es Zeit ist, den Filter zu reinigen. Also alles in allem doch ein recht schlaues Kerlchen.

Lautstärke im hörbaren Bereich

Der Dyson macht in der höchsten Stufe durchaus auf sich aufmerksam, aber hier kommt es ja auch zu einer beachtlichen Saugkraft. In der niedrigsten Stufe ist er aber leiser als der V8 und ähnlich laut wie die kabelgebundenen Geräte.

Der V10 ist ab sofort erhältlich. Wie bei Dyson üblich, setzt man die Preise nicht allzu niedrig an. 569 Euro soll der kabellose Schmutzbeseitiger kosten.