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USA wollen auch Australien von Strafzöllen ausnehmen

Symbolbild: Warntafel vor Koalabären in Australien
Symbolbild: Warntafel vor Koalabären in Australienimago/imagebroker
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Nach Kanada und Mexiko soll nun das dritte Land von den Strafzöllen auf Aluminium und Stahl ausgenommen werden, teilt US-Präsident Trump mit. Frankreich richtet indes eine Warnung an die Vereinigten Staaten.

Bisher wurden nur Kanada und Mexiko ausgenommen, nun folgt Land Nummer drei: US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben nun auch Australien von den vorgesehenen Strafzöllen auf Aluminium und Stahl ausnehmen. Er habe mit dem australischen Premierminister Malcolm Turnbull darüber gesprochen, schrieb Trump in der Nacht auf Samstag im Kurznachrichtendienst Twitter.

Turnbull sei "sehr fairen und beiderseitigen Militär- und Handelsbeziehungen verpflichtet", so der US-Präsident. "Wir arbeiten sehr rasch an einem Sicherheitsabkommen, damit wir unserem Verbündeten, der großen australischen Nation, keine Stahl- oder Aluminiumzölle aufbürden müssen!" Was eine mögliche Einigung konkret beinhalten würde, sagte Trump nicht.

Turnbull ging am Samstag noch einen Schritt weiter. Er sei "sehr angetan, dass der Präsident bestätigen konnte, dass er keine Zölle auf australischen Stahl und Aluminium erheben wird", sagte er im Bundesstaat South Australia wie die "Welt" berichtet.

Allerdings: Während Trump in seinem Tweet "faire Militär- und Handelsbeziehungen" betont hatte, meinte Turnbull dazu, mit einem neuen "Sicherheitsabkommen" habe der US-Präsident sich auf Rechtsdokumente bezogen, die die Ausnahmeregelung für sein Land festschreiben sollten. Überdies habe Australien schon die "engste Militär- und Sicherheitsallianz" mit den USA - mehr sei nicht machbar.

Macron: Handelskrieg macht alle Seiten zu Verlierern

Der französische Präsident Emmanuel Macron richtete indes eine Warnung an Trump: Macron habe in einem Telefonat mit Trump seine "tiefe Besorgnis" darüber ausgedrückt, dass die in zwei Wochen in Kraft tretenden US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium "einen Handelskrieg auslösen könnten, in dem alle betroffenen Länder Verlierer" sein würden, teilte der Elysee-Palast am Freitagabend mit.

Solche "Maßnahmen gegen verbündete Länder, die sich an internationale Handelsregeln halten", seien im Kampf gegen unfaire Praktiken nicht effektiv, sagte Macron demnach weiter. Die EU werde darauf "klar und verhältnismäßig" antworten.

Trump hatte am Donnerstag mit seiner Unterschrift verfügt, dass in 15 Tagen Zölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium in Kraft treten sollen. Ausnahmen könnte es nur für Kanada und Mexiko geben. Trump bezeichnete die Zölle als notwendige Maßnahme zum Schutz von Jobs und Unternehmen in den USA. Am Freitag teilte Trump mit, Australien könne im Gegenzug für ein nicht näher erläutertes "Sicherheitsabkommen" ebenfalls von den Zöllen ausgenommen werden. Darüber habe er mit dem australischen Regierungschef Malcolm Turnbull gesprochen, schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter.

>>> Bericht der "Welt"

(APA/dpa/AFP/Red.)