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Münchener Rück verteilt 2,3 Milliarden Euro an die Aktionäre

Die Münchener Rück nimmt sich für das laufende Jahr etwas mehr Gewinn vor als für 2017.

Trotz eines Gewinneinbruchs verteilt die Münchener Rück 2,3 Milliarden Euro unter ihren Aktionären. Der weltgrößte Rückversicherer kündigte am Donnerstag ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro an, obwohl der Gewinn im vergangenen Jahr um 84 Prozent auf 392 Millionen Euro geschrumpft ist. Die Dividende bleibt wie geplant bei 8,60 Euro je Aktie. "Munich Re verfügt weiterhin über eine sehr starke Kapitalausstattung", sagte Finanzvorstand Jörg Schneider in München. "Munich Re hat somit die finanzielle Stärke, um profitabel zu wachsen." Der Rückkauf, der Ende April beginnen soll, trieb die Aktie vorbörslich um 2,5 Prozent nach oben.

Beim Gewinn nimmt sich die Münchener Rück etwas mehr vor als für 2017. Der Überschuss solle zwischen 2,1 und 2,5 Milliarden Euro liegen, sagte der neue Vorstandschef Joachim Wenning. "Ergo setzt das Strategieprogramm Schritt für Schritt mit Erfolg um, und in der Rückversicherung erhalten unsere Wachstumsinitiativen zusätzlichen Rückenwind durch anziehende Preise." Wenning hatte kürzlich intern einen Stellenabbau verkündet, um die Kosten zu senken.

Im Januar hatten sich die Erstversicherer unter dem Eindruck der verheerenden Wirbelstürme Harvey, Irma und Maria erstmals seit Jahren im Schnitt auf höhere Rückversicherungs-Prämien eingelassen. Dieser Trend werde anhalten, zeigte sich Münchener-Rück-Vorstand Torsten Jeworrek zuversichtlich. In das vergangene Jahr war die Münchener Rück mit dem Ziel eines Gewinns von 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro gegangen, ehe die Hurrikan-Serie in den USA die Pläne hinwegfegte.

Trotz der steigenden Preise rechnet die Münchener Rück 2018 mit leicht sinkenden Bruttobeiträgen von 46 bis 49 (2017: 49,1) Milliarden Euro. In der Rückversicherung sollen es 29 bis 31 (31,6) Milliarden sein. Die im Umbau befindliche Erstversicherungs-Tochter Ergo soll die Beiträge stabil halten und ein Ergebnis von 250 bis 300 (273) Millionen Euro abliefern. 


 

(Reuters)