Österreichs BIP schrumpfte im Jahr 2009 real um 3,6 Prozent. Grund war das triste erste Halbjahr, denn seit Juli geht es wieder leicht bergauf. Allerdings wuchs die heimische Wirtschaft zum Jahresende schwächer.
Österreichs Wirtschaft ist im vierten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorquartal um real 0,4 Prozent gewachsen und damit etwas hinter dem Wachstum des dritten Vierteljahrs von 0,5 Prozent zurückgeblieben. Das ergab die Schnellschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO): "Damit verstärkte sich die Wachstumsdynamik vorerst nicht weiter." Im Vergleich zum Vorjahresquartal ergibt sich laut Wifo ein Rückgang von real 1,5 Prozent.
3,6 Prozent Rückgang 2009
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) über das gesamte Jahr 2009 schrumpfte nach vorläufigen Berechnungen um real 3,6 Prozent. Grund war der schwache Jahresanfang, denn in den beiden letzten Quartalen des Jahres wuchs die Wirtschaft wieder.
Am stärksten profitierte von der Erholung im 2. Halbjahr 2009 die Sachgütererzeugung. Ihre Wertschöpfung stieg, nach dem Einbruch im ersten Halbjahr 2009, im dritten Quartal gegenüber der Vorperiode real um 2,0 Prozent, im vierten Quartal um 1,4 Prozent.
Der Import wuchs im vierten Quartal gegenüber einer relativ hohen Vergleichsbasis um nur ein Prozent. "Weiterhin stützt der Konsum die Konjunktur", schreibt das Wifo. Saison- und arbeitstagsbereinigt erhöhten sich die Konsumausgaben der privaten Haushalte zu Jahresende real um 0,3 Prozent, ebenso stark wie in den beiden Quartalen zuvor: "Zwar verschlechterte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt kontinuierlich, doch entfalten die Konjunktur- und Arbeitsmarktpakete mehr und mehr ihre Wirkung", meint man im Wifo.
(Ag./Red)