Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Russland: Rebellen aus zwei Drittel von Ost-Ghouta vertrieben

Die humanitäre Lage in Ost-Ghouta ist katastrophal.APA/AFP/HAMZA AL-AJWEH
  • Drucken

Ein Großteil des Vororts von Damaskus sei "von Terroristen befreit", sagt der russische Verteidigungsminister. Bei einem mutmaßlich russischen Angriff auf eine Schule kommen mehrere Kinder ums Leben.

Zwei Drittel der belagerten syrischen Enklave Ost-Ghouta sind nach russischen Angaben frei von Rebellen. 65 Prozent des Gebietes nahe Damaskus seien "befreit von Terroristen", sagte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Dienstag nach einer Meldung der Nachrichtenagentur RIA. Insgesamt seien während einer einwöchigen Kampfpause knapp 80.000 Menschen aus dem Distrikt in Sicherheit gebracht worden.

Russland ist im Bürgerkrieg neben dem Iran der wichtigste Verbündete der Regierung. Ost-Ghouta vor den Toren der Hauptstadt Damaskus gehört zu den letzten Gebieten in Syrien, die noch von Rebellen kontrolliert werden. Die Region erlebt seit Mitte Februar die schwerste Angriffswelle der Regierung seit Beginn des Bürgerkriegs vor rund sieben Jahren. Seither wurden nach Aktivistenangaben mehr als 1400 Zivilisten getötet, darunter mehr als 280 Kinder. Erst am Dienstag waren bei einem Luftangriff auf eine Schule nach Berichten von Aktivisten mindestens 15 Kinder und zwei Frauen getötet worden. Wahrscheinlich waren russische Flugzeuge verantwortlich.

Die humanitäre Lage in Ost-Ghouta ist katastrophal. Es fehlt an Nahrung, Trinkwasser, Medikamenten, medizinischen Gütern und Strom. Aus Angst vor Bombardierungen leben viele Menschen seit Wochen in Kellern. In den vergangenen Tagen waren Zehntausende Menschen vor den Kämpfen in Richtung von Gebieten geflohen, die von der syrischen Armee kontrolliert werden.

Assad besuchte Regierungstruppen

Syriens Präsident Bashar al-Assad hatte am Sonntag die syrischen Regierungstruppen in Ost-Ghouta besucht. Auf der Facebook-Seite des Präsidenten veröffentlichte Fotos zeigten den Machthaber, wie er vor einem Panzer stehend mit Soldaten spricht. Darunter hieß es: "An der Front in Ost-Ghouta ... Präsident al-Assad mit den Helden der Arabischen Syrischen Armee". "Glückwünsche uns Syrern, Glückwünsche Euch, Glückwünsche allen Patrioten, die zu dieser Nation stehen", sagte er in einem auf Twitter veröffentlichten Video. Zu welcher Zeit und wo genau der Besuch stattfand, wurde nicht genannt.

(APA/Reuters/dpa)