Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Laudas dritter Streich

LAUDAMOTION: 'TESTFLUG' NACH DUeSSELDORF / LAUDA
APA/HELMUT FOHRINGER
  • Drucken

Der dreifache Formel 1-Weltmeister hat dreimal eine Fluglinie gegründet - und nun auch dreimal verkauft. Am (finanziellen) Siegertreppchen stand dabei am Ende immer er ganz oben.

Niki Lauda scheint ein Faible für die Zahl "Drei" zu haben. Drei Mal hat er ja bekanntlicherweise die Formel 1-Weltmeisterschaft gewonnen (1975, 1977 und 1984). Und dreimal hat er nun auch bereits eine Fluglinie gegründet (Lauda Air, Niki, Laudamotion). Nun hat er auch zum dritten Mal eine Airline verkauft.

Vorerst übernimmt die Billigfluglinie Ryanair zwar nur 24,9 Prozent an Laudamotion, mittelfristig soll dieser Anteil aber auf 75 Prozent ansteigen. Was das für die Passagiere, die Beschäftigten von Laudamotion und den Standort Wien bedeutet, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Ryanair ist die zweitgrößte Fluglinie Europas und matcht sich mit der Lufthansa regelmäßig um Platz eins. Ein starker Partner also, von dem Laudamotion profitieren wird. Gleichzeitig ist Ryanair dafür bekannt, massiven finanziellen Druck zu machen - auf Flughäfen, auf Mitarbeiter und in Form von Gebühren für fast alles auch auf die Passagiere.

Immer schneller verkauft

Auf jeden Fall profitieren dürfte Niki Lauda selbst - so wie auch bei den ersten zwei Verkäufen. Die Zeitspanne zwischen Gründung und Verkauf ist dabei auch jedes Mal kürzer geworden. Bei der Lauda Air lagen noch 22 Jahre zwischen Erstflug und Abgabe der Mehrheit an die AUA. Bei Niki waren es nur mehr acht Jahre bevor Lauda die Fluglinie an Air Berlin verkaufte. Bei Laudamotion könnten es schlussendlich sogar nur wenige Monate sein.

Für Lauda waren diese Verkäufe immer durchaus lukrativ, wie er selbst in der Vergangenheit mehrmals betonte. Für die übernehmenden Gesellschaften sieht die Bilanz dabei schon wesentlich "durchwachsener" aus. Man darf gespannt sein, ob der gewitzte Ryan Air-Chef Michael O'Leary hier seinen Meister in Gewitztheit gefunden hat.