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Putin, ein vergifteter Spion und die Frage, wann eine Ente eine Ente ist

Die weitgehend erfolgreich abgeschlossene Selbstinfantilisierung der Europäer macht die EU zu einer impotenten Großmacht ohne Kraft und Ziel.

Wenn etwas watschelt wie eine Ente, aussieht wie eine Ente und quakt wie eine Ente, dann kann man bekanntlich davon ausgehen, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Ente handelt. Es sei denn, die in Brüssel versammelten 28 Außenminister der EU haben über das entenhafte an einer Ente zu befinden.

Das klingt dann in einem aktuellen Statement über die versuchte Ermordung eines ehemaligen russischen Spions in Salisbury mittels eines russischen chemischen Kampfstoffs allen Ernstes so: Die EU „nimmt die britische Einschätzung äußerst ernst, dass es höchst wahrscheinlich ist, dass die Russische Föderation verantwortlich ist“. Damit blieb die Union an Klarheit deutlich hinter der Erklärung Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und der USA zurück, wonach Moskau mit „hoher Wahrscheinlichkeit die Verantwortung“ trägt.