Klöster suchen nach einer neuen Identität

Mönche in Heiligenkreuz – eines der wenigen boomenden Klöster Österreichs.
Mönche in Heiligenkreuz – eines der wenigen boomenden Klöster Österreichs. (c) REUTERS (Herwig Prammer)
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Eine Soziologin hat das Leben in Österreichs Ordensgemeinschaften analysiert und stieß auf einen tiefgreifenden Umbruch: Sowohl das Selbstbild als auch die Rolle von Nonnen und Mönchen in der Gesellschaft werden neu interpretiert.

Ein Kloster ist ein alternatives Modell der Lebensführung – eine Gemeinschaft, die eine Vorwegnahme des Reiches Gottes darstellen soll. Mönche und Nonnen leben nach uralten Regeln, haben Gelübde abgelegt – Armut, Gehorsam, Keuschheit, stabilitas(Ortsgebundenheit) – und widmen ihr Leben dem Gebet.

So lautet zumindest das Ideal. Die gegenwärtige Realität sieht anders aus, auch und gerade in Österreich. Denn da führen Mönche zwei Leben: „Das erste ist ihr traditionelles Leben mit Chorgebet usw. Das zweite ist ihre weltliche Arbeit (Pfarre, Schule usw.)“, schreibt die an der Uni Graz tätige Soziologin Isabelle Jonveaux, die seit 14 Jahren systematisch Klöster erforscht – sowohl in Europa als auch in Afrika und Südamerika.

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