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Sich das Smartphone abgewöhnen

Die Zeitung auf Papier zu lesen hat den Vorteil, dass zwischendurch keine Nachricht auf dem Display aufpoppt.
Die Zeitung auf Papier zu lesen hat den Vorteil, dass zwischendurch keine Nachricht auf dem Display aufpoppt.(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Wie verändert sich der Alltag, wenn man versucht, ihn ohne Handy zu bewältigen? Er bringt jedenfalls einiges an Erkenntnissen. Ein Selbstversuch als erster Schritt zum Kampf gegen die Handysucht.

Wohin mit der Hand? Als würde der Frontman einer Band plötzlich nicht mehr Gitarre spielen, sondern nur mehr singend vor dem Mikrofon stehen. Nur ist das hier nicht die Bühne der Wiener Stadthalle, sondern der 10A, der Richtung U-Bahn fährt. Und man selbst steht darin und kämpft. Denn die Mission lautet: Lebe ohne Handy – zumindest für ein paar Tage!

Raucher auf Entzug kennen den Griff zur Hosentasche, sobald das Gehirn meldet, dass gerade nichts akut zu tun ist. Die Packung herausholen, Feuer, durchziehen. Beim Smartphone ist es nicht anders. Das Gerät herausholen, aktivieren, wischen. Es ist das gleiche Verlangen da. Beim Verlassen des Kinos. Beim Warten auf die Straßenbahn. Beim Stehen vor der roten Ampel. Carpe diem, schau in die Mailbox. In der analogen Welt gab es das ja eher selten, dass man tagsüber mehrmals zum Briefkasten gelaufen ist, um zu schauen, ob jemand einen Gruß aus dem Urlaub geschickt hat.