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Morgenstund' hat Gold im Ohr

(c) imago/Westend61 (Jo Kirchherr)
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Zu einem geglückten Tagesbeginn gehört das Ö1-„Morgenjournal“. Das verdanken wir aber nicht nur den kunstfertigen Radiomachern, sondern auch zwei unterschätzten Faktoren: der Früh und dem Hören.

Gustav Peichl hat sich für seine Jubiläumszeitung auch eine „Ode an das ,Morgenjournal‘“ gewünscht. Nichts leichter als das, ja, nichts lieber als das, möchte man da antworten und so den Auftragslob-Verdacht gleich von Beginn an zerstreuen. Denn ohne die tägliche Dosis „Morgenjournal“ würde uns eine Menge fehlen, an Alltagsroutine im stabilisierenden Sinne, an verlässlichem Informiertsein sowieso und vor allem auch an morgendlicher Lebensqualität.

Dafür sorgen Moderatoren, denen man durchaus einen Platz am Frühstückstisch anböte (was eine Menge heißt, ist doch gemeinsam frühstücken das Höchste an kulinarischer Intimität), so zurückhaltend, einfühlsam und unaufgeregt erzählen sie alles Wissenswerte. Dafür sorgt eine Redaktion, die schlafwandlerisch(!) sicher die richtige Mischung findet, zwischen Aktuellem und Buntem, Schnellem und Langsamem, Wichtigem und Info-Kür. Dafür sorgen Redakteure, die man längst kennt, manche Stimme mag man lieber als andere, alle aber sind Teil eines beglückenden Ganzen. Kurz: Das „Morgenjournal“ gehört zu einem gelungenen Tagesbeginn wie Kaffee, Dusche und Zeitung.