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Stefan Sagmeister: „Ich werde lieber von Schönheit getäuscht“

»Kitsch ist unehrliche Schönheit« – STEFAN Sagmeister, hier in seinem »Happy Film«.
»Kitsch ist unehrliche Schönheit« – STEFAN Sagmeister, hier in seinem »Happy Film«.(c) Polyfilm
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Erst hat sich Designer Stefan Sagmeister mit Glück befasst, nun widmet er sich der Schönheit. Ein Gespräch über Symmetrie und Städte, Ornamente und Kitsch.

Sie haben für Ihre Ausstellung „Beauty“, die im MAK laufen wird, viel über Schönheit recherchiert. Haben Sie etwas gefunden, was Sie besonders überrascht hat?

Stefan Sagmeister:
Ja! Es gibt weltweit eine erstaunliche Übereinstimmung darüber, was wir als „schön“ empfinden und was nicht.

Was zum Beispiel?

Die meisten Leute weltweit wählen Blau als die schönste Farbe. Und als hässlichste Braun.

Kann man den Sinn für Schönheit lernen?

Viele empfinden das als schön, was sie gut kennen. Und der Kontext spielt eine große Rolle: Je sicherer ich mich fühle, desto mehr empfinde ich neue, überraschende Dinge als schön.