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Was weg kann!

Nach den vielen Dingen, die Gustav Peichl bewahren will, geht es hier um das, was er nicht (mehr) braucht. Die "Nein, Danke-Liste" unseres Gast-Chefredakteurs.

1. Zigarettenautomaten

Ich bin leidenschaftlicher Nichtraucher. Deshalb mag ich auch diese Automaten nicht, die vor Trafiken, Cafés und Restaurants angebracht sind und aus denen man Zigaretten rausholen kann. Die sollte man ruhig abschaffen, auch den Rauchern zuliebe, denn dann bekommen sie nicht so leicht Nachschub und gewöhnen sich das Rauchen schneller ab. 

2. Glücksspiele

Egal, ob Spielautomaten, Internetwetten, Casinos oder Computerspiele – bitte alles weg! Spielerisch macht man kein Geld, man verliert nur. So wie seinen Ruf, wenn man wie Frau Glawischnig plötzlich eine 180-Grad-Wende macht und das Gegenteil behauptet.

3. Citybikes

Ich bin nicht gegen das Fahrradfahren, aber bitte ohne Citybike-Stationen. Unförmig, unpraktisch, unansehnlich, immer an den falschen Plätzen und immer im Weg.

4. Restaurant-Reservierungen

Wäre es nicht wunderbar, wenn man jederzeit in ein gutes Wirtshaus gehen könnte und sofort einen Tisch bekommt? Deshalb Schluss mit Reservieren, mit Anrufen, mit Tischbestellung per Internet. Schluss mit dem ganzen Getue. Hingehen, hinsetzen, gut essen – Gemütlichkeit beginnt mit freier Platzwahl.

5. Begegnungszonen

Gehsteige wegreißen, Begrenzungen vertuschen, Fahrbahnen nivellieren, Autos wie Fußgänger behandeln, und Fußgänger wie Autos – dieser Irrtum namens „Begegnungszonen“ muss dringend weg. Da begegnet niemand irgendjemand, weil es keine echten Plätze, sondern reine Kopfgeburten sind.

6. Bälle

Opernball, Zuckerbäckerball, Rauchfangkehrerball – jeder hat seinen eigenen Ball, dabei ist einer wie der andere. Ich bin dafür, wir einigen uns auf einen einzigen großen Ball: den Fußball.

7. Menschen, die nicht zuhören

Alle reden, aber keiner hört zu - das muss dringend abgeschafft werden. Politiker, Moderatoren, Kulturschaffende, Promis und andere Dauerredner werden dazu verdonnert, bei öffentlichen Auftritten mindestens genauso lang anderen zuzuhören wie sie selbst reden.

8. Unpünktlichkeit

Ich hasse Unpünktlichkeit. Wenn ich mit einer Frau um drei Uhr ein Rendezvous habe, und sie kommt erst um halb vier, dann hat sie Pech gehabt, denn dann bin ich schon wieder weg. Deshalb ganz allgemein, aber vor allem für alle Frauen, die mich trotz meines hohen Alters noch treffen wollen: Unpünktlichkeit wird gestrichen.