Nach Brandstiftung im eigenen Haus: Steirer weiterhin verschwunden

Der Feuwerwehreinsatz in der Nacht auf Montag
Der Feuwerwehreinsatz in der Nacht auf MontagAPA/FF HATZENDORF
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Der 35-Jährige, der in der Nacht auf Montag in der Oststeiermark sein Haus angezündet und seine Familie zurückgelassen hatte, ist weiterhin auf der Flucht. Er gilt als psychisch krank, war aber bisher nicht als gewalttätig aufgefallen.

Der 35-jährige Oststeirer, der Montagfrüh in seinem eigenen Haus Feuer gelegt haben soll, ist nach wie vor verschwunden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, fehlt von ihm bisher jede Spur. Auch sein Fluchtfahrzeug, ein silberfarbener VW Golf, wurde vorerst nicht gefunden. Der Mann war zuvor nicht als gewalttätig aufgefallen.

Der Oststeirer hatte am Montag kurz nach 4 Uhr Brandbeschleuniger im Wohnzimmer seines Hauses im Bezirk Südoststeiermark verschüttet und dann angezündet. Seine Lebensgefährtin, vier Kinder und seine Mutter schliefen zu dem Zeitpunkt im Haus.

Sohn entdeckte Flammen

Der Sohn wurde rechtzeitig wach und entdeckte die Flammen. Der Rauch hatte sich schon ausgebreitet, die Flammen erloschen dann aber wegen Sauerstoffmangels im geschlossenen Raum. Die 61-jährige Mutter des Verdächtigen musste im Krankenhaus wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung ambulant behandelt werden.

Eine Fahndung nach dem 35-Jährigen verlief bisher ohne Erfolg, hieß es Dienstagvormittag. Der Oststeirer gilt als psychisch krank. Er hatte sich vor etwas mehr als einem Monat selbst in das LKH Graz Süd-West, Standort Süd (ehemalige Landesnervenklinik Sigmund Freud, Anm.) einweisen lassen. Erst vor wenigen Tagen war er wieder nach Hause gekommen. Der Polizei war die Erkrankung des Oststeirer zwar bekannt, jedoch soll er nie gegenüber seiner Familie gewalttätig gewesen sein. Ob er seinen Reisepass bei seiner Flucht mitgenommen hat, ist laut den Ermittlern noch nicht bekannt.

(APA)

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