Kinderzeitung

Experimente für Grünfinger

Chilipflanzen
Chilipflanzen im Topf(c) Ute Woltron

Die Natur verfügt über geheimnisvolle´Wachstumskräfte. Hier ein paar Anleitungen für kleine Gärtner.

In der Natur stecken viele Kräfte, die du mit ein paar einfachen Experimenten sichtbar machen und beobachten kannst.

Minigarten aus Gemüseresten
Sammle die abgeschnittenen Kappen von Karotten, Radieschen, Stangensellerie. Breite ein paar Lagen Küchenpapier auf einen Teller, befeuchte sie und lege die Kappen darauf. Nach ein paar Tagen werden die Gemüsescheibchen neue Blätter bilden. Nach etwa einer Woche hast du einen hübschen kleinen Garten gezüchtet.

Samenpapier selbst machen
Samenpapier wird in die Erde gelegt und daraus sprießen die Pflanzen. Du brauchst Zeitungspapier, farbige Servietten, ein Spritzsieb für Wasserfarben, ein Handtuch, Backpapier, Samen. Zerreiße Papier und Servietten und weiche sie in warmem Wasser ein. Dann mixe alles ganz fein. Kipp den Papierbrei in eine Schüssel und gib Wasser dazu, bis der Brei so dünn wie eine Suppe ist. Jetzt die Samen hineinrühren. Tauch das Spritzsieb so ins Papierwasser, dass beim Herausheben eine dünne Schicht Papiermasse gleichmäßig darauf verteilt ist. Lass das Wasser abtropfen und leg das Sieb flach auf das Handtuch. Leg ein Stück Backpapier drauf und drück das Wasser aus. Dreh das Sieb um und klopf das noch feuchte Samenpapier auf eine Fläche, auf der es trocknen kann.
Naschblüten züchten
Hast du gewusst, dass manche Blüten sehr gut schmecken? Füll einen Topf mit Erde und drück zwei, drei Samen hinein. Dann wird gegossen. Am schnellsten keimen die Samen, wenn du eine durchsichtige Duschhaube über den Topf stülpst. An einem hellen Fensterplatz gedeiht die Kapuzinerkresse auch in der Wohnung. Koste die zarten Blätter!

Geheimschrift mit Zitronensaft
Schreib mit Pinsel und Zitronensaft eine unsichtbare Botschaft auf Papier. Sobald die Schrift getrocknet ist, sieht man nichts mehr davon. Erst wenn das Papier (mit dem Bügeleisen) erwärmt wird, taucht die Schrift wieder auf. Die Pflanzensäfte zerfallen bei höheren Temperaturen schneller in ihre chemischen Bestandteile als das Papier, und der Kohlenstoff färbt die Schrift.

Wusstest du schon, dass . . .

. . . eine der ältesten Beschreibungen einer Geheimschrift aus Pflanzensaft von Plinius dem Älteren stammt, einem Römer, der vor zweitausend Jahren gelebt hat. Damals schrieb man Botschaften mit dem giftigen Saft der Palisadenwolfsmilch.