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Wichtiger Facebook-Aktionär fordert Rücktritt von Mark Zuckerberg

Facebook holds annual F8 developers conference in San Jose, California
Mark Zuckerberg ist durch die Datenaffäre unter Druck geraten.REUTERS
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Der Pensionsfonds von New York hält Facebook-Anteile in Höhe von fast einer Milliarde Dollar. Nun fordert der Fonds, dass sich Gründer Zuckerberg aus dem Facebook-Verwaltungsrat zurückzieht.

Ein wichtiger Facebook-Aktionär meldet sich in der Datenaffäre zu Wort: Mark Zuckerberg, der Gründer von Facebook, soll seinen Chefposten im Verwaltungsrat (Board) des Sozialen Netzwerk aufgeben, fordert ein New Yorker Pensionsfonds laut einem Bericht der "Financial Times". Scott Stringer, der den Pensionsfonds steuert, tritt für einen unabhängigen Vorsitzenden und drei neue unabhängige Direktoren ein. Das sei notwendig, nachdem 50 Millionen Nutzerdaten an Cambridge Analytica weitergegeben worden seien. Facebook lehnte eine Stellungnahme ab. Derzeit ist Zuckerberg CEO und Verwaltungsratschef des von ihm gegründeten Unternehmens.

Der Pensionsfonds der Stadt New York besitzt Facebook-Anteile in Höhe von rund einer Milliarde Dollar.

Stringer: "Ich habe in die Marke fast eine Milliarde Dollar der Mittel investiert, mit denen Menschen ihre Pensionen aufbauen." Er sehe es als seine Pflicht an, darüber nachzudenken, „wie unsere Investitionen die Unternehmen stärker machen, indem wir Fragen stellen, die gestellt werden müssen.“

"Werden uns aus Loch herausgraben"

Der Internetkonzern steht durch den Skandal um die mutmaßliche Abschöpfung der Daten von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern durch die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica unter massivem Druck. Die Daten sollen für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump ausgewertet und genutzt worden sein. Behörden in den USA wie Großbritannien haben Ermittlungen eingeleitet. Facebook übt sich nach dem Aufkommen des Datenskandals in Schadensbegrenzung. Facebook werde sich aus "diesem Loch herausgraben", so Zuckerberg. Es werde aber "einige Jahre" dauern, um seine Probleme mit dem Schutz von Nutzerdaten zu beheben“.

Als Reaktion auf den Skandal hat Facebook eine Reihe von Änderungen angekündigt. Durch eine Neugestaltung der Facebook-Seiten sollen die Nutzer nach Angaben des Unternehmens leichteren Zugang zu Einstellungen und Funktionen erhalten, mit denen sie die Sicherheit ihrer Profile erhöhen können.

"Waren zu idealistisch"

Zuckerberg sagte in dem "Vox"-Interview, die Probleme von Facebook seien unter anderem dadurch entstanden, dass sein Unternehmen zu idealistisch gewesen sei und sich zu sehr auf die positiven Aspekte der Vernetzung von Menschen konzentriert habe. Facebook habe sich dabei nicht genügend "um einige der negativen Gebrauchsweisen" der von dem Netzwerk zur Verfügung gestellten Instrumente gekümmert.

>>> Bericht auf "ft.com"

(Red./Ag.)