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Erneuerbare Energie: Fast jeder zweite Dollar wird in China investiert

A worker inspects solar panels at a solar farm in Dunhuang
China hängt Europa deutlich ab.REUTERS
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Die globalen Investitionen in erneuerbare Energien stiegen 2017 gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent, in China um 31 Prozent.

China wird immer mehr zum Vorreiter beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Im vergangenen Jahr entfielen rund 45 Prozent der globalen Investitionen in Ökostrom auf das bevölkerungsreichste Land der Welt. Während die Ausgaben in China um 31 Prozent auf knapp 127 Mrd. Dollar stiegen, sanken sie in anderen Weltregionen teilweise deutlich. In Europa gab es einen Rückgang von 36 Prozent auf knapp 41 Mrd. Dollar. Insgesamt wurden weltweit rund 280 Mrd. Dollar (228 Mrd. Euro) in die Stromerzeugung aus Wind- und Solaranlagen investiert, zwei Prozent mehr als 2016.

Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), der Frankfurt School sowie Bloomberg New Energie Finance her.

Den Boom in China, das in 2017 fast die Hälfte (etwa 45 Prozent) der weltweiten Investitionen in erneuerbare Energie überhaupt erbringt, treibt entsprechend vor allem ein Rekordwachstum bei den Solar-Investitionen. Diese wachsen um 58 Prozent über das Vorjahresniveau auf 86,5 Milliarden US-Dollar. Mit etwa 53 Gigawatt wurden 2017 allein in China mehr Solarkapazitäten in Betrieb genommen als im gesamten Rest der Welt.

Anteil noch schwach

In Deutschland wurden mit 10,4 Mrd. Dollar um 35 Prozent weniger in Erneuerbare Energien investiert als 2016. Der Rückgang in Deutschland ist laut Studie zumindest teilweise eine Folge der umgestellten staatlichen Förderung.

Die Kosten von Photovoltaik und Windkraftanlagen sinken. Entsprechend werden Standortfaktoren wie Wind und Sonne wichtiger: Die Investitionen in Australien steigen auf mehr als das Doppelte (8,5
Milliarden US-Dollar) und Mexico erreicht in 2017 die Top-10 mit einer Verachtfachung der Investitionen auf rund 6 Milliarden US-Dollar.

Trotz der positiven Entwicklung nehmen die Erneuerbaren Energien erst 12,1 Prozent an der tatsächlichen weltweiten Stromproduktion ein.

(APA/dpa/red.)