„Rheingold“: Die tragische Posse

Walhalls Baumeister: Ryan Speedo Green als Fasolt, Sorin Coliban als Fafner im „Rheingold“.(c) Staatsoper/ Michael Poehn

Kritik Mit einem spannenden „Rheingold“ begann der diesjährige „Ring des Nibelungen“ unter Ádám Fischer.

Es gibt sie, die kleinen Hinweise, dass nichts auf Opernerden vollkommen sein kann. Ein paar Patzer der philharmonischen Hörner, die niemand überhören konnte, ändern freilich nichts daran, dass eine Aufführung wie jene des „Rheingolds“ zum Auftakt des diesjährigen „Ring“-Zyklus unter Ádám Fischers Leitung den Rang des Außerordentlichen beanspruchen darf – denn insgesamt geriet diese Vorstellung zur glanzvollen Demonstration, was auch heute noch im wohl letzten echten großen Repertoirehaus möglich ist. Und was diesen viel gescholtenen Repertoirebetrieb doch vor allen anderen Opernspielarten auszeichnet.