Nach der Rückrufaktion sind die Verkäufe von Toyota eingebrochen. Die Lager sind aber bald voll, also drosselt der Autohersteller nun die Produktion. Betroffen sind Werke in Frankreich und den USA.
Der japanische Autohersteller Toyota drosselt wegen gesunkener Verkaufszahlen infolge der Pannenserie seine Produktion. Im nordfranzösischen Werk Onnaing, wo vor allem der Kleinwagen Yaris gebaut wird, werde die Produktion zurückgefahren, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Nach einem Zeitungsbericht soll auch in zwei US-Werken die Produktion für mehrere Tage gestoppt werden.
Absätze stark zurückgegangen
Toyota hatte in den vergangenen Wochen nach Problemen mit Gas- und Bremspedalen weltweit fast neun Millionen Autos in die Werkstätten zurückgerufen. Toyota verwies in Frankreich jetzt auf ein "Absinken des Absatzes", das durch das Auslaufen der Verschrottungsprämien in Europa und "die Auswirkungen der Rückrufaktionen" verursacht worden sei. In Onnaing wird es demnach vier Tage Kurzarbeit Anfang April geben. Am 31. Mai werde die Produktion ganz gestoppt. 350 Zeitarbeiter-Verträge werden in dem Werk mit derzeit noch 3.676 Beschäftigten nicht verlängert.
In den USA solle die Fertigung an einem Standort im US-Bundesstaat Texas im März und April für insgesamt zehn Tage unterbrochen werden, berichtete die japanische Tageszeitung "Tokyo Shimbun" (Dienstagausgabe). In einer anderen Fabrik in Kentucky werde die Produktion für vier Tage angehalten. Dadurch solle verhindert werden, dass die Lagerbestände zu stark anwüchsen.
(Ag. )