Bei der heutigen Sitzung des Gläubigerrates soll es grünes Licht für den Konkurs geben. Danach könnte noch bis Anfang nächster Woche gewartet werden, es wird mit mehreren Investoren verhandelt.
Der Ausgleichsverwalter der Elektrohandelskette Cosmos, Karl Engelhart, ist mit der Geschäftsführung des Unternehmens übereingekommen, die restlichen 920 Mitarbeiter vorsorglich beim Arbeitsmarktservice (AMS) zur Kündigung anzumelden, bestätigte Engelhart. Etwa 240 Cosmos-Beschäftigte waren bereits Ende Jänner beim AMS-Frühwarnsystem gemeldet worden.
Von der heutigen Sitzung des Gläubigerbeirats ab 15.00 Uhr erwartet sich Engelhart grünes Licht für die Einstellung des Ausgleichsverfahrens. Danach würde das Gericht von Amts wegen den Anschlusskonkurs eröffnen. Von Eigentümer Markus Stauder sei diesbezüglich kein Widerstand zu erwarten, immerhin habe er selbst in Erwägung gezogen, den Ausgleichsantrag zurückzuziehen.
Verhandlungen mit Investoren
Engelhart könnte sich vorstellen, mit dem Antrag für die Einstellung des Ausgleichsverfahrens noch bis Anfang nächster Woche zu warten - "wenn sich bis zum Wochenende noch etwas dramatisch Positives ereignet". Momentan verhandle der designierte Cosmos-Geschäftsführer Robert Knobl mit "mehreren Investoren". Engelhart selbst hat heute Abend noch einen Termin mit einem Beteiligungsinteressenten, bei dem es sich jedoch nicht um MediaMarkt/Saturn handle.
Wie viele Mitarbeiter nun tatsächlich ihren Job verlieren, sei noch nicht abzusehen. 10 der 27 Filialen seien jedenfalls "ernsthaft gefährdet". Bei der heutigen Gläubigerbeiratssitzung werde Knobl ein Konzept präsentieren, das zeigen soll, wie die restlichen Standorte profitabel weitergeführt werden können. Voraussetzungen dafür sind das Geld eines Investors sowie die Sicherung der Warenlieferung. Die Verhandlungen zwischen Cosmos und den Kreditversicherern sind kürzlich abgebrochen worden.
(APA)