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Ryanair und Lauda vollziehen Zusammenschluss vor Genehmigung

Niki Lauda und Michael O'Leary
Niki Lauda und Michael O'LearyREUTERS
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Der Niki-Nachfolger Laudamotion verkündete gemeinsam mit Ryanair den neuen Flugplan, Laudamotion.com wird auf die Ryanair-Website umgeleitet. Dabei wurde der Zusammenschluss noch nicht von der EU genehmigt.

Der österreichische Luftfahrtunternehmer Niki Lauda und sein irischer Partner Michael O'Leary vollziehen den geplanten Zusammenschluss ihrer Fluglinien Laudamotion und Ryanair, bevor er überhaupt offiziell genehmigt ist, berichtete das deutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Freitag vorab aus seiner aktuellen Ausgabe. Laudamotion wollte sich gegenüber der APA dazu nicht näher äußern.

Der Niki-Nachfolger Laudamotion und Ryanair verkündeten diese Woche ihren gemeinsamen Flugplan und Internetauftritt mit Wirkung vom 1. Mai. Tickets für Laudamotion-Trips, etwa von Düsseldorf nach Palma, sind laut "Spiegel" auf der eigenen Website nur noch bis Ende April buchbar. Danach baut Ryanair die Strecken der ehemaligen Air-Berlin-Tochter Niki ins eigene Angebot ein.

"Das ist nicht das Aus von Laudamotion"

Außerdem hat Laudamotion hat - zumindest vorübergehend - keine eigenen Internetauftritt mehr. laudamotion.com und laudamotion.at werden auf die Ryanair-Webseite umgeleitet. Niki Laudas Ko-Geschäftsführer Andreas Gruber betonte am Freitag: "Das ist nicht das Aus von Laudamotion". Es handle sich um eine Übergangslösung, die dem Zeitdruck geschuldet sei, so Gruber. Laudamotion habe nach dem Aus der Vertriebspartnerschaft mit dem deutschen Ferienflieger Condor per Ende April innerhalb kürzester Zeit einen neuen Vertriebskanal für den Verkauf der Flugtickets ab Mai gebraucht, daher laufe nun im Hintergrund das Buchungssystem von Ryanair.

Das Tempo dieser Kooperation ist jedoch juristisch fragwürdig, schreibt der "Spiegel". Denn bisher haben die Partner die avisierte Übernahme von zunächst knapp 25 und später 75 Prozent an Laudamotion durch Ryanair noch nicht einmal bei der EU-Kommission angemeldet. Das bestätigte eine Sprecherin von EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager dem "Spiegel".

Starke Position auf Mallorca

Sowohl Laudamotion als auch Ryanair haben in Mallorca eine starke Position und müssen womöglich mit Auflagen der EU-Wettbewerbshüter rechnen. In der Regel werden die Behörden bei derartigen Vorhaben schon im Vorfeld informiert oder spätestens kurz nach Abschluss des Kaufvertrags. Nicht so im aktuellen Fall. Eine Laudamotion-Sprecherin versicherte bereits Ende März, der Antrag werde innerhalb der nächsten zehn Tage eingereicht - was jedoch nicht geschah.

Auch in Österreich ist die Übernahme noch nicht angemeldet, wie aus der Webseite der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hervorgeht. Laudas Ko-Geschäftsführer bei Laudamotion, Andreas Gruber, sagte am Freitagnachmittag auf APA-Anfrage, man stehe in engem Kontakt mit der EU-Kommission, kommentiere das laufende Verfahren aber nicht gegenüber Medien.