Reaktionen: Die "Verbrechen eines Monsters" und der "Hitler unserer Zeit"
Die Luftangriffe der drei westlichen UNO-Vetomächte in Syrien haben zu unterschiedlichen Reaktionen geführt. Eine Übersicht von Aussagen internationaler Politiker zu dem Vorgehen.
"Dies sind nicht die Taten eines Menschen. Es sind die Verbrechen eines Monsters." US-Präsident Donald Trump am Freitagabend (Ortszeit) in einer Rede an die Nation zur Begründung der Militärschläge. Sie seien eine Vergeltung für den Einsatz chemischer Waffen, für die die USA Syriens Präsident Bashar al-Assad verantwortlich machen.
REUTERS
"Für die Vereinigten Staaten besteht ein wichtiges nationales Interesse darin, eine Verschlimmerung der humanitären Situation in Syrien zu verhindern, insbesondere um vom Einsatz und der Weitergabe chemischer Waffen abzuschrecken." US-Verteidigungsminister James Mattis
REUTERS
"Wir können nicht zulassen, dass der Einsatz von Chemiewaffen normal wird - in Syrien, auf den Straßen in Großbritannien oder irgendwo anders in unserer Welt." "Es geht hier nicht um Eingreifen in einen Bürgerkrieg. Es geht nicht um Regimewechsel." Die britische Premierministein Theresa May
(c) APA/AFP/SIMON DAWSON (SIMON DAWSON SIMON DAWSON)
"Dieses Vorgehen ist proportioniert und gezielt." Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian
(c) APA/AFP/ANDREJ ISAKOVIC (ANDREJ ISAKOVIC)
"Wir suchen nicht die Konfrontation und weisen jede Logik militärischer Eskalation zurück. Deshalb haben wir mit unseren Verbündeten darauf geachtet, dass die Russen vorher gewarnt werden." Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly
(c) REUTERS (POOL)
"Diese Schläge gegen Syrien führen uns auf einen Weg mit unvorhersehbaren und potenziell dramatischen Konsequenzen. Frankreich verpasst erneut eine Gelegenheit, auf der internationalen Bühne als eine unabhängige Macht des Gleichgewichts in der Welt aufzutreten." Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen
imago/PanoramiC
"(Guten) Morgen der Standhaftigkeit" Unterschrift des Büros des syrischen Präsidenten zu einem Video, das zeigt, wie Bashar al-Assad den Eingang zum Präsidentenpalast betritt
(c) APA/AFP/Syrian Presidency Twitter page/HANDOUT (HANDOUT)
"Die Aggression wird Syrien und die Syrer noch entschlossener machen, weiterzukämpfen und den Terror in jedem Teil des Landes zu zerschlagen." Erklärung Assads über die staatliche Nachrichtenagentur Sana
(c) REUTERS (Sana Sana)
"Wir haben gewarnt, dass solche Aktionen nicht ohne Konsequenzen sein werden." Der russische Botschafter in Washington, Anatoli Antonow
Imago
"Man kann ihn den Adolf Hitler unserer Zeit nennen." Alexander Scherin, Vizevorsitzender des Verteidigungsausschusses der russischen Duma, mit Blick auf US-Präsident Donald Trump
Imago
"Der Militäreinsatz war erforderlich und angemessen, um die Wirksamkeit der internationalen Ächtung des Chemiewaffeneinsatzes zu wahren und das syrische Regime vor weiteren Verstößen zu warnen." Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel
APA/AFP/JOHN MACDOUGALL
"Angesichts der Blockade des UN-Sicherheitsrates habe ich Verständnis für diese begrenzte militärische Aktion mit dem Ziel, weitere Kriegsverbrechen mit Chemiewaffen in Syrien zu verhindern", Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in einer der APA übermittelten Stellungnahme. Kurz forderte daher auch eine unabhängige Untersuchung der Vorfälle durch Chemiewaffenexperten.
APA/GEORG HOCHMUTH
Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) brachte in enger Abstimmung mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Kurz und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) "die schwere Besorgnis Österreichs angesichts der Situation in Syrien" zum Ausdruck. "Die Verantwortung tragen jene, die - zum wiederholten Mal - Chemiewaffen gegen die Zivilbevölkerung Syriens eingesetzt haben. Österreich verurteilt dieses verbrecherische Vorgehen auf das Schärfste."
REUTERS
"Wir begrüßen diesen Einsatz, der das Gewissen der Menschheit angesichts des Angriffes in Douma erleichtert, von dem weitgehend angenommen wird, dass er vom (syrischen) Regime ausgeführt wurde." Das türkische Außenministerium
APA/AFP/ADEM ALTAN
"Die Angriffe waren ein Verbrechen und die drei an den Angriffen beteiligten Regierungschefs sind dementsprechend Verbrecher." Der oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Khamenei
APA/AFP/KHAMENEI.IR/-