Steinhoff sieht finanzielle Lage als sehr herausfordernd

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Der Konzern kämpft mit hohen Schulden. Steinhoff steht laut eigenen Angaben per Ende März mit 10,4 Milliarden Euro in der Kreide.

Der angeschlagene südafrikanisch-deutsche Möbelkonzern Steinhoff kämpft um sein Überleben. Die finanzielle Lage sei sehr herausfordernd, teilte der unter Milliarden-Schulden ächzende Konzern am Freitag in einer Präsentation für seine Hauptversammlung am Flughafen Amsterdam mit. Steinhoff hatte im Dezember Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen für sein Europa-Geschäft eingeräumt, Experten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC durchleuchten nun die Bücher.

Die laufende Untersuchung bestätigte ein Muster, dass einige Einkünfte und Buchwerte über Jahre zu hoch angesetzt worden seien, hieß es in der Präsentation. Die Prüfung werde voraussichtlich zum Jahresende 2018 im Wesentlichen abgeschlossen werden.

Steinhoff hatte im vergangenen Dezember Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen für sein Europa-Geschäft eingeräumt. Daraufhin verlor das Unternehmen bis zu 90 Prozent des Börsenwertes und kämpft ums finanzielle Überleben. In Deutschland laufen bereits seit längerem Ermittlungen wegen möglicher Bilanzfälschungen. Ein Experte der Wirtschaftsprüfer PwC hatte bereits gesagt, die Untersuchung im weit verzweigten Steinhoff-Reich könne noch Monate andauern. Steinhoff bestehe aus mehr als 700 Tochterfirmen in 32 Ländern.

Der Konzern kämpft mit hohen Schulden. Steinhoff stand der Präsentation zufolge per Ende März mit 10,4 Milliarden Euro in der Kreide. Allein 8,7 Milliarden Euro davon entfielen auf Europa. Der Konzern hatte sich in den vergangenen Monaten auch mit dem Verkauf von Aktienpaketen an Beteiligungen Liquidität verschafft, dies sei aber nicht nachhaltig, hieß es weiter. In Österreich wurde eine Leiner-Immobilie an Rene Benko notverkauft. Steinhoff muss sich zudem mit zahlreichen Klagen auseinandersetzen, juristische Streitigkeiten gibt es auch um die deutsche Möbelkette Poco.

(APA/DPA)

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