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Klassik

Heute in der Matinee: Tjeknavorians Coup

Emmanuel Tjeknavorian
Emmanuel Tjeknavorian(c) imago/CHROMORANGE (CHROMORANGE / Franz Perc)
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Der Wiener Junggeiger ersetzt Medienstar David Garrett. Schon in der Voraufführung triumphierte er.

Die Wiener Symphoniker warten bei ihrer heutigen (von Barbara Rett moderierten) Konzerthaus-Matinee mit einem musikalischen Überraschungscoup auf: Nachdem David Garrett seine Mitwirkung krankheitshalber absagen musste, gewann man einen der führenden jungen Violinvirtuosen unserer Zeit als Einspringer, noch dazu einen, der sich anschickt, von Wien aus eine Weltkarriere zu machen.

Emmanuel Tjeknavorian aus der Geigenklasse von Gerhard Schulz nahm anlässlich der Voraufführung am Freitagabend allen enttäuschten Garrett-Verehrern im großen Konzerthaussaal die Scheu vor einem ganz ohne Selbstinszenierung musizierten Tschaikowsky-Violinkonzert, indem er sich sympathisch frohgemut selbst vorstellte und dem kranken Kollegen gute Besserung ausrichtete. Damit wich die gesellschaftliche der musikalischen Anspannung. Deren sukzessive Lösung kraft virtuoser Technik und tiefer Musikalität bescherte dem jungen Musiker einen triumphalen Erfolg.