Trader müssen „Stop-Loss“ und „Hebel“ erklären können

The German share price index, DAX board, is seen at the stock exchange in Frankfurt
The German share price index, DAX board, is seen at the stock exchange in Frankfurt(c) REUTERS (STAFF)
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Handel mit CDFs setzt Erfahrung voraus.

Wien. Den typischen Trader gebe es nicht, sagt Arkadius Materla, Country Executive Germany beim Broker GKFX. Manche hielten Positionen wochen- und monatelang, andere verkauften sie binnen fünf Minuten. GKFX gibt Privatanlegern die Möglichkeit, mit Differenzkontrakten (CDFs) und Devisen Handel zu treiben – Wertpapieren, deren Verkauf an Kleinanleger die Europäische Wertpapieraufsicht ESMA kürzlich wegen des hohen Verlustrisikos einen Riegel vorgeschoben hat: So sollen die Verluste der Anleger den angelegten Betrag nicht mehr übersteigen können. Denn bei Differenzgeschäften werden Gewinne und Verluste oft per Hebel vervielfacht.

Die Möglichkeit, mehr zu verlieren, als man investiert habe, gebe es bei GKFX ohnehin nicht mehr, sagt Materla. Zielgruppe seien Menschen, die sich grundsätzlich mit solchen Wertpapieren befasst haben. Man rate jedem Anleger aber, zuerst ein Demokonto anzulegen, wo man das Traden spielerisch erlernen kann, bevor man sich am Handel mit echtem Geld versuche. Ein Hebel sei nicht per se riskant, es komme auch darauf an, wie viel Geld man investiere. Denn mit einem hohen Hebel könnten Anleger mit geringen Beträgen eine breite Streuung erzielen. Beliebt seien Wetten auf Dollar, DAX, Rohstoffe, Gold, Silber und Kryptowährungen.

Bevor ein Anleger traden kann, wird erst sein Wissen überprüft. Wer etwa mit den Begriffen „Stop-Loss“ (automatische Verlustbegrenzung) oder „Hebel“ (Vervielfachung von Kursgewinnen und -verlusten) nichts anfangen kann, muss sich 30 Tage lang weiterbilden, bis er den Test erneut machen darf. Acht bis 15 Prozent der potenziellen Trader werden so vorerst am Handel gehindert. (b. l.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.04.2018)

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