Toyotas Lobbyisten beeinflussten US-Sicherheitsgesetze

Man walks past a Toyota dealership in Tokyo
Man walks past a Toyota dealership in Tokyo(c) REUTERS (Toru Hanai)
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Ein verzögertes Testprogramm, "vermiedene" Rostuntersuchungen und eine sparsame Vereinbarung bei einer Rückrufaktion - Toyota dürfte seit Jahren Einfluss auf die Sicherheitsbestimmungen in den USA nehmen.

Der japanische Autohersteller Toyota hat offenbar durch Lobbyarbeit in den USA gezielt versucht, die Folgen wegen technischer Mängel bei seinen Autos gering zu halten. Das Toyota-Büro in Washington habe etwa Untersuchungen wegen eines Problems mit Rost bei Tacoma-Transportern "vermieden", hieß es in internen Toyota-Dokumenten, die am Montag der Nachrichtenagentur AFP vorlagen. Die Angaben machte demnach ein ranghoher Toyota-Manager in den USA, Yoshimi Inaba, bei einer Rede im vergangenen Juli.

Stolz auf vorteilhafte Gesetzgebung

Inaba rühmte sich den Dokumenten zufolge zudem, die Toyota-Vertretung in Washington habe eine für das Unternehmen vorteilhafte Gesetzgebung im Bereich Sicherheit erreicht. Eine ausgehandelte Vereinbarung bei einem Rückruf von Ausstattungsteilen habe dem Konzern zudem 100 Mio. Dollar (74,0 Mio. Euro) gespart. Inaba gibt den Papieren zufolge zudem an, dass die Toyota-Lobbyisten ein neues Unfalltest-Programm der US-Behörde für Verkehrssicherheit (NHTSA) erfolgreich "verzögert" hätten.

Chef vor dem US-Kongress

Inaba rühmte sich den Dokumenten zufolge zudem, die Toyota-Vertretung in Washington habe eine für das Unternehmen vorteilhafte Gesetzgebung im Bereich Sicherheit erreicht. Eine ausgehandelte Vereinbarung bei einem Rückruf von Ausstattungsteilen habe dem Konzern zudem 100 Mio. Dollar (74,0 Mio. Euro) gespart. Inaba gibt den Papieren zufolge zudem an, dass die Toyota-Lobbyisten ein neues Unfalltest-Programm der US-Behörde für Verkehrssicherheit (NHTSA) erfolgreich "verzögert" hätten.

Produktion ruht auch in Europa

Wegen Absatzeinbußen nach seinem millionenfachen Rückruf fährt Toyota seine Produktion immer weiter herunter. Nach einer Drosselung in den USA und in Japan sollen nun auch in Frankreich und Großbritannien die Bänder vorübergehend stillstehen. Im Werk im französischen Valenciennes soll die Fertigung zeitweilig im März und April ausgesetzt werden, wie der weltgrößte Autobauer am Montag mitteilte.

Zudem will das japanische Unternehmen den Produktionsstopp in seinen beiden britischen Werken auf eine Woche nach Ostern ausweiten. Weltweit hat Toyota wegen klemmender Gaspedale, rutschender Fußmatten und defekter Bremsen mehr als 8,5 Millionen Fahrzeuge zurückrufen müssen.

(Ag. )

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