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Dubai-Mord: EU verurteilt "Diebstahl von EU-Pässen"

(c) AP
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In einer Erklärung verurteilen die EU-Außenminister die Ermordung eines Hamas-Funktionärs in Dubai und den Missbrauch von EU-Pässen. Israel oder den Geheimdienst Mossad erwähnen sie nicht.

Die EU-Außenminister haben die Ermordung eines Hamas-Funktionärs in Dubai scharf verurteilt. In einer Erklärung der Minister von heute wurde in Brüssel auch "den Diebstahl der Ausweise von EU-Bürgern" bedauert. Nach Angaben von Diplomaten werden in dem Text weder Israel noch der israelische Geheimdienst Mossad erwähnt.

Der Hamas-Führer Mahmoud al-Mabhouh war am 20. Jänner in Dubai ermordet aufgefunden worden. Dubai macht den israelischen Geheimdienst Mossad für die Tat verantwortlich. Die internationale Polizeibehörde Interpol fahndet nach elf Verdächtigen, die kurz vor der Tat mit britischen, irischen sowie einem deutschen und einem französischen Pass eingereist waren. Offenbar kamen die Verdächtigen in den Besitz der europäischen Papiere, nachdem diese für Israelis mit doppelter Staatsangehörigkeit ausgestellt worden waren.

Mord von Netanjahu genehmigt?

Die "Sunday Times" berichtete, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe bei einem Treffen mit Mossad-Chef Meir Dagan persönlich die Genehmigung für die Kommando-Aktion gegeben.Wie der frühere israelische Verteidigungsminister Benjamin Ben Eliezer erklärte, liegt die Entscheidung über Operationen des Mossad ausschließlich beim Premier. Der Ministerpräsident sei nicht verpflichtet, die Regierung zu informieren, wenn er eine Mossad-Aktion autorisiere. "Er kann, wenn er will, den Verteidigungsminister davon in Kenntnis setzen", sagte Ben Eliezer im israelischen Armeerundfunk.

Unruhe herrscht offenbar auch innerhalb der Hamas. Laut der Polizei von Dubai wurde al-Mabhouh von einem Hamas-Mitglied verraten.

(Ag.)