Nachrichten Meinung Magazin
ÖSV-Adler souverän

Erdrückende Dominanz

02.01.2017 um 15:27
  • Drucken
Hauptbild
Wolfgang Loitzl, Andreas Kofler, Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer machten aus dem Olympischen Team-Skispringen eine Machtdemonstration: In jedem einzelnen der acht Durchgänge erzielte ein Österreicher die Höchstweite. Der Vorsprung auf Silbermedaillengewinner Deutschland betrug nicht weniger als 72,1 Punkte - neuer Olympischer Rekord. Bronze ging an Norwegen mit weiteren 5,5 Zählern Rückstand.
Wolfgang Loitzl, Andreas Kofler, Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer machten aus dem Olympischen Team-Skispringen eine Machtdemonstration: In jedem einzelnen der acht Durchgänge erzielte ein Österreicher die Höchstweite. Der Vorsprung auf Silbermedaillengewinner Deutschland betrug nicht weniger als 72,1 Punkte - neuer Olympischer Rekord. Bronze ging an Norwegen mit weiteren 5,5 Zählern Rückstand.
(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
1998 in Nagano hatte Japan 35,6 Punkte Vorsprung auf Deutschland - bis 2010 der größte Vorsprung bei einem Olympischen Teamspringen. Jetzt haben Österreichs Adler die Bestmarke mehr als verdoppelt: Mit einer fast an Langeweile grenzenden Dominanz holten sie sich Gold ab.
1998 in Nagano hatte Japan 35,6 Punkte Vorsprung auf Deutschland - bis 2010 der größte Vorsprung bei einem Olympischen Teamspringen. Jetzt haben Österreichs Adler die Bestmarke mehr als verdoppelt: Mit einer fast an Langeweile grenzenden Dominanz holten sie sich Gold ab.
(c) APA/HANS KLAUS TECHT (HANS KLAUS TECHT)
Für Wolfgang Loitzl, der damit bei seinen vierten Olympischen Spielen erstmals überhaupt Edelmetall geholt hat, und ...
Für Wolfgang Loitzl, der damit bei seinen vierten Olympischen Spielen erstmals überhaupt Edelmetall geholt hat, und ...
(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Andreas Reichart)
... den zweifachen Bronze-Gewinner in den Individualbewerben im Whistler Olympic Park, Gregor Schlierenzauer, war es der erste Olympiasieg.
... den zweifachen Bronze-Gewinner in den Individualbewerben im Whistler Olympic Park, Gregor Schlierenzauer, war es der erste Olympiasieg.
(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
Thomas Morgenstern (ganz rechts) und Andreas Kofler (2. v. links) waren auch schon im Gold-Team vor vier Jahren in Pragelato/Turin. In Vancouver schrieb Morgenstern Olympia-Geschichte, hat er doch den legendären Toni Sailer mit seiner dritten Goldenen eingeholt.
Thomas Morgenstern (ganz rechts) und Andreas Kofler (2. v. links) waren auch schon im Gold-Team vor vier Jahren in Pragelato/Turin. In Vancouver schrieb Morgenstern Olympia-Geschichte, hat er doch den legendären Toni Sailer mit seiner dritten Goldenen eingeholt.
(c) Hans Klaus Techt
"Es ist unglaublich, da kommt mir die Gänsehaut, wenn ich daran denke, mit ihm will ich gar nicht verglichen werden, er war Österreichs größter Sportler und das wird er auch immer bleiben", sagte ein glücklicher Morgenstern. "Es ist ein großer Traum in Erfüllung gegangen, ich freue mich für das ganze Team, dass die harte Arbeit belohnt worden ist. Es hat perfekt angefangen, der Wuff (Spitzname von Loitzl, Anm.) hat einen genialen ersten Sprung hingelegt, die Basis gelegt."
"Es ist unglaublich, da kommt mir die Gänsehaut, wenn ich daran denke, mit ihm will ich gar nicht verglichen werden, er war Österreichs größter Sportler und das wird er auch immer bleiben", sagte ein glücklicher Morgenstern. "Es ist ein großer Traum in Erfüllung gegangen, ich freue mich für das ganze Team, dass die harte Arbeit belohnt worden ist. Es hat perfekt angefangen, der Wuff (Spitzname von Loitzl, Anm.) hat einen genialen ersten Sprung hingelegt, die Basis gelegt."
(c) AP (Elaine Thompson)
Auch der nunmehrige Doppel-Olympiasieger Andreas Kofler war überglücklich: "Es ist so schön wie beim ersten Mal, von dem Gefühl kann man nie genug bekommen, das brennt sich hinein, ist etwas ganz Besonderes." Kofler steigerte sich nach einem 132-Meter-Flug im zweiten sogar auf 142 Meter, musste dafür auf den Telemark verzichten. "So schlimm war es nicht, ich habe die Kontrolle gehabt."
Auch der nunmehrige Doppel-Olympiasieger Andreas Kofler war überglücklich: "Es ist so schön wie beim ersten Mal, von dem Gefühl kann man nie genug bekommen, das brennt sich hinein, ist etwas ganz Besonderes." Kofler steigerte sich nach einem 132-Meter-Flug im zweiten sogar auf 142 Meter, musste dafür auf den Telemark verzichten. "So schlimm war es nicht, ich habe die Kontrolle gehabt."
(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Andreas Reichart)
Und Thomas Morgenstern (Bild) sorgte mit Sicherheitssprüngen auf 135,5 und 135 vor dem letzten Sprung schon für 70,4 Punkte Vorsprung, ehe Gregor Schlierenzauer als letzter Springer des Bewerbs sein Olympia-Debüt mit Gold perfekt machte.
Und Thomas Morgenstern (Bild) sorgte mit Sicherheitssprüngen auf 135,5 und 135 vor dem letzten Sprung schon für 70,4 Punkte Vorsprung, ehe Gregor Schlierenzauer als letzter Springer des Bewerbs sein Olympia-Debüt mit Gold perfekt machte.
(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Andreas Reichart)
Schlierenzauer segelte auf 146,5 Meter hinunter und war dabei einem Sturz sehr nahe. Die Sprungrichter sahen es nicht als solchen, und so konnte er den Vorsprung trotz eines "Fast-Rodler" sogar noch ausbauen. Österreich feierte so einen völlig ungefährdeten Start-Ziel-Sieg.
Schlierenzauer segelte auf 146,5 Meter hinunter und war dabei einem Sturz sehr nahe. Die Sprungrichter sahen es nicht als solchen, und so konnte er den Vorsprung trotz eines "Fast-Rodler" sogar noch ausbauen. Österreich feierte so einen völlig ungefährdeten Start-Ziel-Sieg.
(c) AP (Matthias Schrader)
"Das war heute wirklich zum Genießen, es waren zwei wirklich gute Sprünge, das hätte früher passieren sollen, aber besser jetzt als nie", freute sich Loitzl (ganz links), der mit 138 und 138,5 Metern seine beste Leistung zeigte, nach seinem ersten Edelmetall bei Olympischen Spielen. In seiner langen Karriere war es für ihn bei Olympia noch nie nach Wunsch gelaufen, erst bei den Spielen in Kanada, seinen vierten, wurde er überhaupt erstmals im Einzel eingesetzt.
"Das war heute wirklich zum Genießen, es waren zwei wirklich gute Sprünge, das hätte früher passieren sollen, aber besser jetzt als nie", freute sich Loitzl (ganz links), der mit 138 und 138,5 Metern seine beste Leistung zeigte, nach seinem ersten Edelmetall bei Olympischen Spielen. In seiner langen Karriere war es für ihn bei Olympia noch nie nach Wunsch gelaufen, erst bei den Spielen in Kanada, seinen vierten, wurde er überhaupt erstmals im Einzel eingesetzt.
(c) EPA (HANS KLAUS TECHT)
"Ich bin sehr erleichtert", meinte auch der Nordische ÖSV-Direktor Toni Innauer. "Alle vier sind befreiter und merklich besser gesprungen als in den Einzelbewerben."
"Ich bin sehr erleichtert", meinte auch der Nordische ÖSV-Direktor Toni Innauer. "Alle vier sind befreiter und merklich besser gesprungen als in den Einzelbewerben."
(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Andreas Reichart)

Zum „Das Wichtigste des Tages“ Newsletter anmelden

Die Presse

Der einzigartige Journalismus der Presse. Jeden Tag. Überall.

Abonnieren

  • Impressum
  • Alternative Streitbeilegung
  • AGB
  • Datenschutz
  • Cookie Policy
  • Cookie Einstellungen
  • Vermarktung
  • Hilfe, Kontakt & Service
  • Newsletter
Copyright 2023 Die Presse

Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.