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Trump zu Russland-Affäre: "Ich würde liebend gern reden"

Donald Trump
Donald TrumpREUTERS
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Der US-Präsident sagt, er würde einer fairen Befragung durch den Russland-Sonderermittler Robert Mueller zustimmen. Allerdings hätten ihm seine Anwälte von dem Gespräche abgeraten.

US-Präsident Donald Trump würde nach eigener Darstellung einer fairen Befragung durch den Russland-Sonderermittler Robert Mueller zustimmen. "Ich würde liebend gerne reden", sagte Trump am Freitag vor Journalisten im Weißen Haus. "Niemand möchte dringender reden als ich ... weil wir nichts Falsches gemacht haben."

Seine Anwälte hätten ihm jedoch geraten, nicht mit Mueller zu sprechen. "Wenn ich der Ansicht wäre, dass es fair zugehen würde, würde ich meine Anwälte überstimmen." Zuvor hatte Trumps Anwalt Rudy Giuliani Bedingungen für eine Befragung genannt. Zu Giulianis aufsehenerregenden Äußerungen am Mittwoch zum Fall um die Pornodarstellerin Stormy Daniels sagte Trump, er sei erst seit einem Tag dabei und werde die Fakten noch lernen.

Mueller untersucht mutmaßliche Absprachen zwischen Russland und Trumps Wahlkampfteam 2016. Die Verhandlungen über eine Befragung des Präsidenten dazu laufen seit Monaten. Die "New York Times" und andere US-Medien hatten am Montag einen Katalog von mindestens 40 Fragen veröffentlicht, die Mueller angeblich Trump stellen möchte. Dieser hat eine Absprache wiederholt verneint.

"Alles wütende Demokraten"

Trump stellte am Freitag auch die Integrität und Unparteilichkeit Muellers infrage: Die Mitarbeiter von dessen Team seien "alles Demokraten, wütende Demokraten. Und das ist keine faire Situation". Mueller selbst habe "acht Jahre für (Ex-Präsident Barack) Obama gearbeitet", sagte der US-Präsident.

Giuliani hatte am Donnerstag erklärt, eine Befragung von Trump müsse zeitlich und thematisch begrenzt sein. Ein Gespräch solle zudem nicht unter Eid erfolgen, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Angebracht wären etwa 2,5 Stunden mit Fragen wie "Gab es eine Übereinkunft mit den Russen? Gab es ein Treffen von Trump mit den Russen?" Dem ehemaligen Staatsanwalt zufolge wird unter Trumps Rechtsberatern noch diskutiert, ob es überhaupt eine gute Idee für den Präsidenten wäre, sich freiwillig einer Befragung zu stellen. Eine Entscheidung dürfte in den kommenden zwei bis drei Wochen fallen. Giuliani ist nach eigenen Angaben der führende Anwalt bei den Russland-Ermittlungen. Jedoch werde er auch den Fall um die Pornodarstellerin Stormy Daniels im Blick behalten.

Der frühere Bürgermeister von New York sorgte am Mittwoch für Aufsehen, als er erklärte, der Präsident habe entgegen früheren Aussagen von der Zahlung eines Schweigegeldes an Daniels gewusst. Trump erklärte am Freitag zu Giuliani: "Er hat gestern angefangen. Er wird die Fakten noch auf die Reihe kriegen" (engl. "He'll get his facts straight.") Ein anderer von Trumps Anwälten hatte am 19. April die Aufnahme von Giuliani ins Team angekündigt.

 

(APA/Reuters/AFP)