Die Reaktionen auf Willis Wahlsieg

Innsbrucks neu gewählter Bürgermeister Georg Willi mit der unterlegenen Christine Oppitz-Plörer
Innsbrucks neu gewählter Bürgermeister Georg Willi mit der unterlegenen Christine Oppitz-PlörerAPA/EXPA (JOHANN GRODER)

Georg Willi avanciert just an seinem 59. Geburtstag zum grünen Hoffnungsträger. Die ersten Gratulanten lassen nicht lange auf sich warten. Und die unterlegene Oppitz-Plörer zeigt sich trotz des Verlustes ihres Amtes "nicht enttäuscht".

Eine der ersten Wortmeldungen kamen am Sonntag von Werner Kogler, Bundessprecher der Grünen. Er nannte den Sieg des grünen Kandidaten Georg Willi bei der Innsbrucker Bürgermeisterstichwahl einen "herausragenden Erfolg einer herausragenden Person". "Willi hat den Beweis erbracht, wie es gehen kann", sagte Kogler. Und dieser sollte "wegweisend" für die Grünen sein. Nach dem Neubeginn der Grünen in Linz tags zuvor sei es der nächste Schritt.

Willi bringe mit "gerecht, liberal, hemdsärmelig, sozial und ökologisch denkend" die notwendigen Attribute mit. Zudem sei er die vergangenen Monate "unermüdlich und Klartext sprechend" unterwegs gewesen. Ob Willi nicht auch für die Landtagswahl im Februar der zugkräftigere Kandidat gewesen wäre, wollte Kogler nicht beurteilen. Denn die Tiroler Landtagswahl und die folgende Regierungsbeteiligung sei nach dem Fiasko im Jahr zuvor ein "wichtiger und schöner Erfolg" für die Grünen gewesen.

Kurz und Platter gratulieren Willi

Auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat auf das Ergebnis der Stichwahl umgehend reagiert. "Ich gratuliere Georg Willi herzlich zur Wahl zum Bürgermeister von Innsbruck und wünsche viel Freude & Erfolg bei der Arbeit", schrieb Kurz auf Twitter. An die unterlegene Amtsinhaberin richtete der Kanzler aufmunternde Worte: "Vielen Dank an Christine Oppitz-Plörer, die in den letzten Jahren mit viel Herzblut und Leidenschaft für Innsbruck im Einsatz war".

Auch Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) gratulierte Willi. Er gehe davon aus, dass er als neuer Bürgermeister "die Stadt mit Bedacht und Augenmaß weiterentwickeln" werde. Er hoffe, dass die Landeshauptstadt auch in Zukunft bei der Umsetzung vieler Projekte "ein verlässlicher Partner" sei.

Oppitz-Plörer ist "nicht enttäuscht"

Die unterlegene Christine Oppitz-Plörer hat sich trotz des Verlustes ihres Amtes "nicht enttäuscht" gezeigt. Denn sie sei gleich lang Stadtchefin gewesen wie ihre Vorgängerin Hilde Zach - nämlich acht Jahre. Eine mögliche politische Zukunft als Vizebürgermeisterin ließ sie offen. "Das sind Dinge, die am Verhandlungstisch zu klären sind", so Oppitz-Plörer vor Journalisten. Der Ball liege nun bei Georg Willi, dem sie wünsche, bald eine stabile Regierung bilden zu können.

 

(APA)