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Casinos Austria geben die Suche nach Partner auf

Roulette
(c) FABRY Clemens
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Keiner der Interessenten für das internationale Geschäft soll die gestellten Erwartungen erfüllt haben. Der Verkauf von 49 Prozent an der CAI ist abgeblasen. Dies bestätigte Casag-Sprecher Himmelbauer der "Presse".

Wien. Mehr als ein halbes Jahr suchen die Casinos Austria (Casag) einen finanzstarken Partner für ihre Tochter Casinos Austria International (CAI), in der das gesamte Auslandsgeschäft gebündelt ist. Schon einmal wurde die Entscheidung verschoben, Ende März sollte der Aufsichtsrat den Zuschlag erteilen. Seit Dienstag ist alles anders: Der Verkauf von 49 Prozent an der CAI ist abgeblasen. Dies bestätigte Casag-Sprecher Martin Himmelbauer der „Presse“.

Dass die Partnersuche, für die die Casag die Investmentbank Morgan Stanley engagiert hat, schwierig ist, hat sich schon in den letzten Wochen abgezeichnet. „Wenn der Preis nicht stimmt und der Bewerber nicht zu uns passt, wird es keine Entscheidung im Aufsichtsrat geben“, sagte CAI-Chef Paul Herzfeld Ende Jänner in einem „Presse“-Interview. Genau das dürfte nun der Fall sein: Die drei Interessenten, die zuletzt laut Herzfeld auf einer Shortlist gelandet sind, hätten vor allem die strategischen Erwartungen nicht erfüllt, sagt Himmelbauer. Die Preisangebote – ein mittlerer dreistelliger Millionenbetrag – seien hingegen gut gewesen.

 

Anleihe als Alternative?

Dem Vernehmen nach dürften einige Interessenten abgesprungen sein, weil sie sich nicht mit 49 Prozent zufrieden geben wollten. Zu den Bewerbern zählte ursprünglich neben dem Venture-Capital-Fonds Texas Pacific Group auch der Casinos- und Hotelbetreiber Queenco Leisure Int., dem das Casino in Loutraki gehört, an dem sowohl die CAI wie auch – über Zwischenholdings – der Investor Marin Schlaff beteiligt ist.

Der Partner sollte den Kaufpreis über eine Kapitalerhöhung einschießen. Das Geld sollte für die Expansion, unter anderem nach Russland, verwendet werden. Die CAI, die trotz Krise noch rund 100 Mio. Euro „Cash“ in der Kasse hat, dürfte sich nun Alternativen überlegen. Das könnte auch eine Anleihe sein.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.02.2010)