Das staatliche Defizit Deutschlands beträgt für 2009 offiziell 3,3 Prozent des BIP und damit nur knapp über der Maastricht-Grenze von 3,0 Prozent. Absolut sind das knapp 80 Milliarden Euro.
Deutschland hat das Jahr 2009 mit einer staatlichen Defizitquote von 3,3 Prozent abgeschlossen. Das Finanzierungsdefizit betrug nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch 79,3 Milliarden Euro. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt errechne sich daraus eine Quote von minus 3,3 Prozent im Jahr 2009.
Das Finanzierungsdefizit errechnet sich den Angaben zufolge als Differenz der Einnahmen (1.066,0 Milliarden Euro) und der Ausgaben (1.145,3 Milliarden Euro) des Staates. Der Bund stand demnach mit 39,6 Milliarden Euro im Minus, die Länder mit 20,2 Milliarden Euro, die Gemeinden mit 7,5 Milliarden Euro und die Sozialversicherung mit 12,1 Milliarden Euro.
In der für das europäische Verfahren bei einem übermäßigen Defizit des Staates maßgeblichen Abgrenzung beträgt das Finanzierungsdefizit des Staates 79,1 Milliarden Euro, da noch weitere Berechnungsgrößen einbezogen werden, wie das Bundesamt mitteilte. Auch demnach beträgt die Defizitquote aber 3,3 Prozent. Die im Euro-Raum zulässige Verschuldungsgrenze nach dem Vertrag von Maastricht beträgt 3,0 Prozent; sie soll für einen stabilen Euro sorgen.
(Ag. )