Gerard Kemkers: Der meist gehasste Niederländer

Sven Kramer, Gerard Kemkers
Sven Kramer, Gerard Kemkers(c) AP (Chris Carlson)
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Hollands Superstar Sven Kramer wurde beim 10.000 Meter-Lauf auf dem Weg zu Olympia-Gold vom eigenen Trainer gestoppt. Er dirigierte den Schützling auf die falsche Bahn.

Vancouver. Gerard Kemkers ist wohl der meist gehasste Niederländer. Mit einem Fingerzeig ist ihm diese zweifelhafte Ehre zuteil geworden. Mit einem falschen Fingerzeig. Denn Kemkers ist der Trainer des Eisschnelllauf Superstars Sven Kramer. Der 23-jährige absolvierte am Dienstag seinen 10.000 Meter-Lauf. Es hätte nach den 5000 Metern seine zweite Goldmedaille werden sollen - ja müssen. Seit vier Jahren ist er auf dieser Strecke ungeschlagen. Und tatsächlich fuhr er im Richmond Oval seine Konkurrenten in Grund und Boden. Am Ende war er mehr als vier Sekunden schneller als der Koreaner Lee Seung-hoon. Trotzdem war Kramer zum Weinen zu Mute. Wutentbrannt flüchtete er in die Katakomben des Stadions.

Denn in der 17 von 25 Runden passierte seinem Coach das folgenschwere Missgeschick. Er deute Kramer an, in die Innenbahn zu wechseln. „Plötzlich war er vor mir. Auf der selben Bahn", erzählte der Russe Ivan Skobrev nach dem Rennen.

„Ein paar Runden vor dem Ende merkte ich, dass etwas passiert ist. Ich sah, wie meine Freunden ihr Gesicht in die Hände vergräbt und dachte nur: Scheiße, Scheiße, große Scheiße." Kramer wurde wenige Minuten nach seinem Zieleinlauf disqualifiziert.

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