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Tiroler SPÖ-Vize stellt Grünberg als ÖVP-Behindertensprecherin infrage

Kira Grünberg und Sebastian Kurz
Kira Grünberg und Sebastian Kurz(c) APA (HERBERT PFARRHOFER)
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Der stellvertretende SPÖ-Parteichef Georg Dornauer übt Kritik am Schweigen der Nationalrätin in der AUVA-Debatte. Sie rechtfertigt sich.

Die Tiroler SPÖ übt scharfe Kritik an der Nationalrätin Kira Grünberg. "Aufgrund ihrer dramatischen Abrechnung verwundert ihr Verhalten in den vergangenen Wochen in der Diskussion über Bad Häring und über die AUVA nicht", sagte der stellvertretende SPÖ-Parteichef Georg Dornauer der "Tiroler Tageszeitung". Aus seiner Sicht ist Grünberg deshalb nicht mehr länger als ÖVP-Behindertensprecherin tragbar.

Der Hintergrund: Grünberg schwieg bisher zu der von der türkis-blauen Bundesregierung geplanten Reform der Allgemeinen Versicherungsanstalt AUVA - abgesehen von einer Stellungnahme über den türkisen Parlamentsklub. Und das, obwohl sie nach ihrem Trainingsunfall im Sommer 2015 - seither ist sie querschnittgelähmt - über Monate auf Rehabilitation in Bad Häring war, das von der AUVA betrieben wird.

Sehr wohl äußerte sich Grünberg in ihrem 2016 erschienen Buch "Mein Sprung in ein neues Leben" kapitelweise über die Reha-Einrichtung. Sie kritisierte darin unter anderem Ärzte und Physiotherapeuten, deren Namen sie auch nannte. "Papa fuhr schwere Geschütze auf, schaltete die AUVA ein und forderte einen neuen verantwortlichen Chefarzt für mich. Widrigenfalls würde er den Minister und/oder die Öffentlichkeit mit der Angelegenheit befassen", zitiert die "TT" aus dem Buch. Im März 2016 verließ Grünberg das Reha-Zentrum, bald darauf erschien das Buch.

"Keine Leistungen gekürzt"

Von der "TT" darauf angesprochen, meinte Grünberg nun: "Wie bereits in einer schriftlichen Stellungnahme gemeinsam mit meinen Tiroler VP-Nationalratskolleginnen und -kollegen an den Betriebsratsvorsitzenden der Reha Bad Häring, Josef Lintner, festgehalten, bekennen wir uns dazu, dass keine Einrichtungen geschlossen und/oder Leistungen gekürzt werden. Das gilt natürlich auch für Bad Häring."

Zu ihrer im Buch geübten Kritik, ergänzte sie in dem Bericht: Trotz mancher Auffassungsunterschiede, habe sie sich am Ende ihres Aufenthalts in Bad Häring bei allen Mitarbeitern für ihre engagierte Arbeit bedankt: "An dieser Meinung hat sich nichts geändert."

>>> Bericht in der "Tiroler Tageszeitung"

(Red.)