Oberösterreich: Freiheitliche kritisieren Ablehnung ihres Kinospots

Cineplexx und Megaplex weigern sich, den Spot auszustrahlen, der Teil der Kampagne "Jugend fördern statt Zuwanderung fordern" ist.

Die oberösterreichischen Freiheitlichen kritisieren, dass zwei große Kinoketten sich weigern würden, ihren Kinospot abzuspielen. Er ist Teil der von der Freiheitlichen Jugend am 1. Mai gestarteten Kampagne "Jugend fördern statt Zuwanderung fordern". Beide Kinobetreiber verwiesen an die Firma, die ihnen die Kinowerbung vermittelt. Die APA hat bei ihr eine Stellungnahme angefragt.

Der 25 Sekunden dauernde, auch im Internet verbreiteten Spot hat als Aufhänger den Fachkräftemangel. "Zuwanderung sollte das Problem lösen", sagt der Sprecher. "Doch die von Rot-Grün erwünschten Fachkräfte schufen neue Probleme." Dazu ist eine vermummte Person zu sehen, die sich im Dunklen mit einem Brecheisen einem in einer Tiefgarage abgestellten Auto nähert. Demgegenüber folgen Aufnahmen eines gut erkennbaren Automechanikers bei seiner Arbeit und die Feststellung "Österreich braucht echte Fachkräfte!" sowie abschließend der Kampagnentitel "Jugend fördern statt Zuwanderung fordern".

FPÖ kritisiert rot-grünes Modell

In der Presseaussendung bekräftigte der Landesobmann der Freiheitlichen Jugend, Bundesrat Michael Raml, noch einmal die FPÖ-Kritik am rot-grünen Modell, das bei der Lösung dieses Mangels mit Zuwanderung gescheitert sei. Seine Organisation "setzt auf unsere Jugend statt auf Zuwanderung." Die beste Ausbildung für junge Menschen sei sicherzustellen und durchaus auch das Image von Lehrberufen aufzupolieren.

Die Inhalte dieser Kampagne werden nicht nur über flächendeckende Verteilaktionen von Drucksorten sowie über Werbungen in sozialen Netzwerken verbreitet. Ein Kinospot soll auch in verschiedenen oberösterreichischen Kinos gezeigt werden. Doch Cineplexx und Megaplex würden sich weigern, ihn auszustrahlen. "Offenbar fürchten sich Kinobetreiber mittlerweile schon derart vor drohenden Aufschreien und Boykotten durch linke Organisationen, dass sie einer einseitigen Meinungsdiktatur von vornherein nachgeben", vermutet Raml. Der Landesparteisekretär der FPÖ Oberösterreich, Erwin Schreiner ergänzte: "Wird hier mit zweierlei Maß die Meinungsfreiheit gemessen?"

(APA)