Was bringt das autonome Fahrzeug? Marlies Mischinger arbeitet in Graz an einem EU-Forschungsprojekt über die komplizierte Zukunft des Straßenverkehrs. Aus der Serie „Digitales Leben“.
Auf der Grafik sieht alles ganz einfach aus. Ein wenig ähnelt die Darstellung den Wandtafeln, an denen in der Fahrschule einzelne Verkehrssituationen durchgespielt werden. Hier sind die grünen Autos jene, die wir heute kennen, mit menschlichen Fahrern am Steuer. Die blauen fahren autonom, koppeln sich zu kleinen Konvois zusammen, überholen selbstständig oder versuchen, auf die Autobahn aufzufahren.
Da fangen die Probleme schon an. „Oft suchen wir im Verkehr Augenkontakt, wenn es um Vorrang geht“, erklärt Marlies Mischinger. „Bei autonomen Fahrzeugen gibt es diese Möglichkeit nicht.“ Die nächste Frage betrifft die Entscheidungen, die der Autopilot treffen soll. Wie schnell kann er in eine kleine offene Lücke hineinstoßen, sei es beim Abfahren von der Autobahn oder bei der Auffahrt? „Kann man die Fahrzeuge so aggressiv programmieren? Oder bleiben sie einfach stehen?“