15 Jahre EU brachten Österreich 19.000 Arbeitsplätze

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Jahre brachten oesterreich 19000Vghirda Ghirda
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Seit 1989 brachte die EU und ihre Erweiterungen Österreich jährlich 0,6 Prozentpunkte mehr Wirtschaftswachstum. Außerdem wurden zusätzlich 19.000 Jobs geschaffen, wie das Wifo berechnet.

Die 15-jährige EU-Mitgliedschaft brachte Österreich einen zusätzlichen Wachstumsimpuls von jährlich 0,6 Prozentpunkten und ermöglichte die Schaffung von 14.000 neuen Arbeitsplätzen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts hervor, in der die Auswirkungen der EU-Integrationen berechnet wurden. Konkret wurden die Effekte von

  • Ostöffnung
  • EU-Beitritt Österreichs
  • Schaffung der Währungsunion
  • EU-Erweiterung und
  • die Gesamteffekte

berechnet. Alle kombiniert führten laut Studie zu 19.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen in Österreich.

Einzelne Schritte kombiniert

Um die Integrationseffekte der österreichischen EU-Mitgliedschaft von jenen zu trennen, die durch die gleichzeitig ablaufenden anderen Integrationsschritte (Ostöffnung, WWU-Teilnahme, EU-Erweiterung) induziert wurden, wurde ein eigenes Integrationsmodell entwickelt. Die EU-Mitgliedschaft brachte Österreich erwartungsgemäß die größten Einzelintegrationseffekte, weil der Beitritt mit zahlreichen Änderungen und Anpassungen verbunden war.

Die Teilnahme am Binnenmarkt und damit auch an der Zollunion der EU (Gemeinsame Handelspolitik), einheitliche Regelungen der Wettbewerbspolitik, die Gemeinsame Agrarpolitik, die vereinheitlichte Regional- und Strukturpolitik trugen zur Effizienzsteigerung und Handelsausweitung bei. Außerdem erhöhten sie die Chancen, von der Globalisierung zu profitieren, entscheidend. Die Teilnahme an der WWU und die Einführung der gemeinsamen Währung verstärkten diese Effekte noch. Die Ausweitung des Binnenmarktes durch die fünfte EU-Erweiterung um Nachbarländer begünstigte die Öffnung Österreichs für Handel und Direktinvestitionen zusätzlich.

Die Effekte der Integrationsschritte im Überblick:

Effekte der EU-Integration für Österreich


Veränderung in Prozent
OstöffnungEU-BeitrittEU-ErweiterungGesamtVeränderung von / zu1989/20101995/20102004/20101989/2010BIP real0,20,60,40,9Erwerbstätige0,10,40,20,5HVPI0-0,30-0,2Exporte, real0,50,11,30,9Importe, real0,61,322,8
Veränderung in ProzentpunktenArbeitslosenqzuote-0,2-0,4-0,2-0,7Leistungsbilanz (% des Bip)0,9-4,3-1,2-0,7

(Red.)

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