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Südafrika beruft Botschafter aus Israel zurück

Sisa Ngombane wurde zu Beratungen nach Hause berufen.

Nach den tödlichen Konfrontationen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten an der Gaza-Grenze hat Südafrika nach israelischen Angaben seinen Botschafter in zurückberufen. Sisa Ngombane sei zu Beratungen nach Hause berufen worden, bestätigte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums am Montagabend.

Am Montag hatten die USA ihre Botschaft in Jerusalem eröffnet. Im Gazastreifen kam es zu gewaltsamen Protesten, bei denen israelische Soldaten 55 Palästinenser erschossen. Mehr als 2.400 weitere Menschen wurden verletzt, rund die Hälfte davon durch Schüsse, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit.

Die Proteste richten sich außerdem gegen die seit mehr als einem Jahrzehnt bestehende Blockade des Gazastreifens durch Israel und Ägypten. Die Palästinenser erinnern außerdem an die Flucht und Vertreibung Hunderttausender vor 70 Jahren im Zuge der israelischen Staatsgründung.

US-Präsident Donald Trump hatte Jerusalem im Dezember im Alleingang als Hauptstadt Israels anerkannt. Dies löste schwere Unruhen in den Palästinensergebieten aus. Israel feiert den Schritt dagegen als politischen Triumph. Israel beansprucht die ganze Stadt als seine Hauptstadt, die Palästinenser sehen in dem 1967 von Israel eroberten Ostteil die Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates.

(APA/dpa)

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